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    Teil 8: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 23-26

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    In diesem Teil werden wir uns mit der Übersetzung und Erklärung weiterer Offenbarungszeichen aus der Sure 2 des Korans beschäftigen.

     

    (2: 23- 26)

     

    Zunächst Vers 23 und 24 dieser Sure:

     

     

    وَإِن كُنتُمْ فِي رَيْبٍ مِّمَّا نَزَّلْنَا عَلَىٰ عَبْدِنَا فَأْتُوا بِسُورَةٍ مِّن مِّثْلِهِ وَادْعُوا شُهَدَاءَكُم مِّن دُونِ اللَّـهِ إِن كُنتُمْ صَادِقِينَ

     

    „Wenn ihr über das Zweifel hegt, was wir auf unseren Diener herabgesandt haben, so bringt eine Sure wie diese und ruft andere Zeugen als Gott dazu an, wenn ihr die Wahrheit sagt.“ (2: 23)

     

     

    فَإِن لَّمْ تَفْعَلُوا وَلَن تَفْعَلُوا فَاتَّقُوا النَّارَ الَّتِي وَقُودُهَا النَّاسُ وَالْحِجَارَةُ ۖ أُعِدَّتْ لِلْكَافِرِينَ

     

    „Wenn ihr dies nicht tut, was ihr niemals tun könnt, so fürchtet euch vor dem Feuer, dessen Speise Menschen und Steine sind und das für die Ungläubigen bereitet wurde.“ (2: 24)

     

    Der Islam ist eine ewige und universale Religion und seine Schrift, der Koran, enthält die Regeln für das Leben und das menschliche Glück. Diese Schrift bezieht sich nicht nur auf eine bestimmte Epoche oder Generation. Ihre Gebote bleiben immer gültig und lebensspendend.

     

    Der Koran ist ein Buch, das logisch argumentiert. Er lässt keine Zweifel übrig. Deshalb werden in ihm die Gegner sogar zur Opposition aufgefordert. Um den Beweis seiner Echtheit und Wahrheit zu erbringen, richtet der Koran sich an das Gewissen der Menschen. Dieses soll das Urteil fällen. Es heißt im Koran: Wenn die Korangegner etwas Geschriebenes wie den Koran bringen können, sollen sie das tun und sie können, wen sie auch wollen, dabei um Hilfe bitten.

     

    Interessant ist, dass der Koran bei seiner Herausforderung den Feinden immer größere Erleichterungen einräumt. Einmal heißt es: Bringt eine Schrift wie den Koran; ein anderes Mal heißt es: Wenn ihr könnt, dann schreibt zehn Suren wie die Suren des Koran. Und in dem vorherigen Verszeichen verlangt er nur noch eine eigene Sure von denen, die am Koran zweifeln! Diese Argumentation des Korans spielt auf Wissen und Erkenntnis an. Die Korangegner werden zum Nachdenken angeregt, und es heißt: Wenn ihr die Wahrheit sagt, bringt eine Schrift, die sich in bezug auf das enthaltene Wissen mit dem Koran vergleichen lässt. Der Koran ist jedoch das größte Wunder des Wissens.

     

    Das haben sogar Denker und Gelehrte bestätigt, die keine Muslime waren. Johann W. von Goethe hat über den Koran gesagt, dass der Mensch zunehmend über die Größe des Korans staunt, je mehr Erkenntnisse er in der Wissenschaft gewinnt und je mehr er Vorurteile beiseite schiebt. Goethe hat sogar angedeutet, dass der Koran alle Welt auf sich aufmerksam machen und eine universale Schrift wird. Im Anschluss an das Offenbarungszeichen, in dem die Gegner des Islams aufgerufen werden, etwas hervorzubringen, was einer Sure des Korans gleichkommt, wird mit Entschiedenheit festgestellt, dass das gar nicht möglich ist. Schon die Rhetoriker und Dichter, die zur Zeit des Propheten gelebt haben, waren nicht dazu in der Lage und auch die, die ihnen in anderen Epochen folgen, werden dies nicht vermögen. Denn genauso wenig wie Gott mit einem Menschen vergleichbar ist, steht auch Sein Wort über dem menschlichen Wort. Am Ende des Koranverses 24 werden die Ungläubigen unter Androhung des Höllenfeuers gemahnt. Aber im 25. Vers der Sure 2, Baqarah, erfolgt eine frohe Botschaft für die, die zum Glauben fanden. Es wird beschrieben, wie es ihnen wohlergehen wird.

     

     

    وَبَشِّرِ الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ أَنَّ لَهُمْ جَنَّاتٍ تَجْرِي مِن تَحْتِهَا الْأَنْهَارُ ۖ كُلَّمَا رُزِقُوا مِنْهَا مِن ثَمَرَةٍ رِّزْقًا ۙ قَالُوا هَـٰذَا الَّذِي رُزِقْنَا مِن قَبْلُ ۖ وَأُتُوا بِهِ مُتَشَابِهًا ۖ وَلَهُمْ فِيهَا أَزْوَاجٌ مُّطَهَّرَةٌ ۖ وَهُمْ فِيهَا خَالِدُونَ

     

    „Und die, die gläubig wurden und Rechtschaffenes taten, denen gib die frohe Botschaft, dass sie Gärten erwarten, unter deren Bäume Bäche fließen. Immer wenn ihnen Früchte aus diesen Gärten gereicht werden, sagen sie, dies ist wie das, was wir vorher im weltlichen Leben zum täglichen Unterhalt erhielten, und was ihnen gereicht wird, ähnelt den weltlichen Segensgaben und im Paradies erwarten sie Gefährten und Gefährtinnen, gereinigt und rein, und sie bleiben dort ewig.“ (2: 25)

     

    Dieses Offenbarungszeichen spricht von den materiellen Gaben des Paradieses, die für die Gläubigen, die rechtschaffen gehandelt haben, bestimmt sind. An diesem Offenbarungswort wird aber auch deutlich, dass der Glaube mit guten Werken einhergehen muss. Wenn wir den Glauben mit der Wurzel eines Baumes vergleichen, dann ist das rechtschaffene Handeln seine Wurzel und je kräftiger und gesünder die Wurzel ist, desto angenehmer munden seine Früchte. In der Terminologie des Korans ist ein würdiges, rechtschaffenes Handeln ein Tun, dass mit einer Absicht einhergeht, die auf Glauben beruht und Gottes Zufriedenheit sucht. Gute Taten, die zur eigenen oder anderer Gefälligkeit getan werden, sind nicht von bleibender Natur. Aber für gute Taten, die Gott zufrieden stellen ,wird man Seinen Wohlgefallen ernten.

     

    Die Segensgaben der Welt sind vergänglich. Die Welt ist ein Acker, und das, was wir auf diesem Acker pflanzen, wird in der kommenden Welt seine Früchte bringen. Der Koranvers 26 der Sure 2 ist ein Gleichnis. Gleichnisse sind ein Mittel, um eine Wahrheit nahezubringen. Die Vergleiche, die im Koran herangezogen werden, sind keine Phantasiegebilde, sondern es werden Vergleiche aus der Realität verwendet, zum Beispiel aus der Tierwelt. Die Gegner des Korans haben versucht, gegen die Vergleiche im Koran zu argumentieren, indem sie sagten: Gottes Rang ist viel zu hoch, dass Er solche Vergleiche benutzt. Aber Gott gibt in diesem Teil der Sure Baqarah bekannt, dass er sich nicht scheut den Vergleich zu sehr kleinen Dingen und Wesen als Beispiel zu bringen, wenn es darum geht, die Schwäche der Gegner zu verdeutlichen.

     

    Es heißt in dem 26. Offenbarungszeichen der Sure Baqarah:

     

    إِنَّ اللَّـهَ لَا يَسْتَحْيِي أَن يَضْرِبَ مَثَلًا مَّا بَعُوضَةً فَمَا فَوْقَهَا ۚ فَأَمَّا الَّذِينَ آمَنُوا فَيَعْلَمُونَ أَنَّهُ الْحَقُّ مِن رَّبِّهِمْ ۖ وَأَمَّا الَّذِينَ كَفَرُوا فَيَقُولُونَ مَاذَا أَرَادَ اللَّـهُ بِهَـٰذَا مَثَلًا ۘ يُضِلُّ بِهِ كَثِيرًا وَيَهْدِي بِهِ كَثِيرًا ۚ وَمَا يُضِلُّ بِهِ إِلَّا الْفَاسِقِين

     

    „Wirklich! Gott scheut sich nicht, eine Mücke oder etwas was diese (in ihrer Winzigkeit oder Größe) übertrifft als Beispiel anzuführen. Aber die Gläubigen wissen, dass es die Wahrheit ihres Herrn und Erhalters ist. Jedoch die, die Unglauben hegen, sagen: was hat Gott mit diesem Vergleich gemeint? Gott lässt viele durch diese Gleichnisse in die Irre geraten und lenkt viele dadurch auf den richtigen Weg. Aber wisset! Gott lässt niemanden außer den Frevelnden in die Irre gehen.“ (2: 26)

     

    Laut diesem Koranvers, stehen zwei Gruppen von Menschen dem Koran und seinen Beispielen gegenüber: die Gruppe, welche das Recht und die Wahrheit erkennt und die Logik der Beispiele, die der Koran bringt, versteht und für die diese Gleichnisse ein Mittel zur Rechtleitung und zur Erkenntnis der Wahrheit werden. Aber diejenigen, die dem Koran mit Eigensinn und Feindseligkeit gegenübertreten, die haben nichts von seinem Inhalt, sondern entfernen sich wegen ihres Misstrauens gegenüber dem Koran und dem Propheten, vom richtigen Weg. Sie geraten in die Irre. Nicht zu vergessen ist, dass das, was von Gott kommt, die Wahrheit ist. Ob der Mensch sich in richtige Bahnen lenken lässt, oder vom Weg abgerät, hängt von seiner Reaktion auf die Wahrheit ab. Daher betont Gott, dass nur eigensinnige, frevelnde Menschen sich verirren.

     

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