islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Teil 83: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 116-120

    Teil 83: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 116-120

    • http://german.irib.ir
    Rate this post

     

    Die Verse 116 und 117 der Sure 3, Sure Al-e Imran lauten in einer Übersetzung: (3: 116- 120)

     

     

    إِنَّ الَّذِينَ كَفَرُوا لَن تُغْنِيَ عَنْهُمْ أَمْوَالُهُمْ وَلَا أَوْلَادُهُم مِّنَ اللَّـهِ شَيْئًا ۖ وَأُولَـٰئِكَ أَصْحَابُ النَّارِ ۚ هُمْ فِيهَا خَالِدُونَ

     

    „Gewiss! Denen, die ungläubig sind, werden ihr Vermögen und ihre Kinder vor Gott nicht helfen. Sie werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin verweilen. (3: 116)

     

    مَثَلُ مَا يُنفِقُونَ فِي هَـٰذِهِ الْحَيَاةِ الدُّنْيَا كَمَثَلِ رِيحٍ فِيهَا صِرٌّ أَصَابَتْ حَرْثَ قَوْمٍ ظَلَمُوا أَنفُسَهُمْ فَأَهْلَكَتْهُ ۚ وَمَا ظَلَمَهُمُ اللَّـهُ وَلَـٰكِنْ أَنفُسَهُمْ يَظْلِمُونَ

     

    Mit dem, was sie hier im diesseitigen Leben spenden, ist es wie mit einem heftigen Wind, der über die Saatfelder von Leuten kam, die gegen sich selber gefrevelt hatten und sie vernichtete. Gott hat nicht gegen sie gefrevelt, sondern gegen sich selber frevelten sie.“ (3: 117)

     

    Eine Ursache für Unglauben ist das Gefühl, Gott nicht zu benötigen. Aufgrund ihrer Macht oder ihres Reichtums denken einige Menschen, dass sie nicht auf Gott angewiesen sind. Es kann sei, dass sie noch an Gott glauben, aber angesichts ihres guten Lebens denken, dass sie Ihn nicht mehr brauchen. Die letzt genannte Koranstelle lehnt diese falsche Vorstellung ab. Sie besagt: Angenommen, Vermögen und Nachkommenschaft schützen den Menschen in dieser Welt – wie ist es aber mit dem Jüngsten Gericht? Kann uns dies auch am Jüngsten Tag schützen?

     

    Am Jüngsten Tag wandelt sich der Menschen Unglaube in Höllenbrand. Sie werden zu Insassen des Höllenfeuers.

     

    Vers 117 nennt einige gute Taten der Ungläubigen, wie Hilfen an Bedürftige, und sagt:

     

    „Was ihr auf diesem Wege hergebt, gleicht Saatkörnern die ihr an einem ungünstigen Ort gestreut habt, wo ein heftiger Wind weht und nichts richtig wachsen kann. Unglauben und nicht-religiöse Motive sind wie ein starker Wind, der über den Acker guter Taten des Ungläubigen fegt und ihn vernichtet“.

     

     

    Der Wert einer Handlung hängt von der inneren Absicht ab, nicht von Äußerlichkeiten. Jemand, der die Sünde begeht, ungläubig zu sein, dessen gute Werke sind der Gefahr der Vernichtung ausgesetzt.

     

    Gott begeht kein Unrecht ihm gegenüber – er tut sich selbst ein Unrecht an, denn er hat so viele Möglichkeiten besessen und sie vertan.

     

    Wir lernen also aus dieser Koranstelle:

     

     Erstens: Sich auf Besitz und Familie etwas einzubilden und sich nicht mehr auf Gott angewiesen zu fühlen, sind Zeichen der Undankbarkeit und des Unglaubens (Kufr).

     

     Zweitens: Im Islam ist die Sättigung der Hungrigen nicht das einzige Ziel der Spenden, wenn dies so wäre, würde es keine Rolle mehr spielen, ob man an Gott glaubt oder nicht. Der Islam verfolgt auch ein weiteres Ziel, wenn er zum Spenden auffordert, nämlich dass der Spendende zu einem besseren Menschen wird. Aber Unglauben verhindert die spirituelle Entfaltung des Menschen.

     

    Drittens: Der Zorn Gottes ist eine Wiederspiegelung unseres Tuns – Er ist kein Unrecht von Ihm.

     

    Der nächste Koranvers der Sure 3 ist das Offenbarungszeichen 118:

     

    يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا تَتَّخِذُوا بِطَانَةً مِّن دُونِكُمْ لَا يَأْلُونَكُمْ خَبَالًا وَدُّوا مَا عَنِتُّمْ قَدْ بَدَتِ الْبَغْضَاءُ مِنْ أَفْوَاهِهِمْ وَمَا تُخْفِي صُدُورُهُمْ أَكْبَرُ ۚ قَدْ بَيَّنَّا لَكُمُ الْآيَاتِ ۖ إِن كُنتُمْ تَعْقِلُونَ

     

    „Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht Leute zu Vertrauten, die außerhalb eurer Gemeinschaft stehen! Sie werden nicht müde, Verwirrung unter euch anzurichten, und möchten gern, dass ihr in Bedrängnis kommt. Schon wurde aus ihren Mündern Hass offenkundig. Aber was sie in ihrem Innern hegen, ist noch schlimmer. Wir haben euch die Zeichen klargemacht, wenn ihr verständig seid.“ (3: 118)

     

    Eine Gefahr, welche die islamischen Gemeinschaften bedroht – ist der Einfluss von Fremden. Auch wenn sie nach außen hin ihre Freundschaft bezeugen und Zusammenarbeit leisten, mögen sie den Islam in Wirklichkeit nicht. Sie möchten nicht, dass die Muslime Fortschritte machen. In Wirklichkeit streben sie die Schwächung der Muslime an. Einige von ihnen zeigen sogar ganz offen ihren Hass.

     

     

    Folgende Punkte entnehmen wir diesem Koranvers:

     

    Erstens: Ein Gläubiger darf nicht leichtgläubig und einfältig sein, er muss seinen Verstand benutzten. Dem Feind gegenüber soll er wachsam sein.

     

     Zweitens: Fremde Mächte in islamischen Ländern sind gefährlich, denn sie versuchen den Muslimen zu schaden.

     

    Drittens: Eine friedliche Beziehung zu den Ungläubigen ist richtig. Aber wir müssen wissen, dass Islam und Unglauben niemals miteinander vereinbar sind.

     

     

    Entnehmen Sie der folgenden Übersetzung, was die Verse 119 und 120 der Sure Al-e Imran beinhalten:

     

    هَا أَنتُمْ أُولَاءِ تُحِبُّونَهُمْ وَلَا يُحِبُّونَكُمْ وَتُؤْمِنُونَ بِالْكِتَابِ كُلِّهِ وَإِذَا لَقُوكُمْ قَالُوا آمَنَّا وَإِذَا خَلَوْا عَضُّوا عَلَيْكُمُ الْأَنَامِلَ مِنَ الْغَيْظِ ۚ قُلْ مُوتُوا بِغَيْظِكُمْ ۗ إِنَّ اللَّـهَ عَلِيمٌ بِذَاتِ الصُّدُورِ

     

    „Da liebt ihr sie, während sie euch nicht lieben. Ihr glaubt an die ganze Schrift, (während sie nicht an eure glauben). Wenn sie euch treffen, sagen sie: Wir glauben. Wenn sie aber unter sich sind, beißen sie sich auf die Fingerspitzen vor Groll auf euch. (Prophet!) Sag: Ihr sollt an eurem Groll sterben. Gott weiß Bescheid über das, was die Menschen in ihrem Innern hegen. (3: 119)

     

    إِن تَمْسَسْكُمْ حَسَنَةٌ تَسُؤْهُمْ وَإِن تُصِبْكُمْ سَيِّئَةٌ يَفْرَحُوا بِهَا ۖ وَإِن تَصْبِرُوا وَتَتَّقُوا لَا يَضُرُّكُمْ كَيْدُهُمْ شَيْئًا ۗ إِنَّ اللَّـهَ بِمَا يَعْمَلُونَ مُحِيطٌ

     

    Wenn euch etwas Gutes zukommt, tut es ihnen leid. Wenn euch aber etwas Schlimmes trifft, freuen sie sich darüber. Wenn ihr nun geduldig und gottesfürchtig seid, wird euch ihre List nichts anhaben können. Gott umfasst, was sie tun.“ (3: 120)

     

    Diese Koranverse decken die bösen Absichten der Gegner der Muslime auf, und sie warnen diese zugleich: Denkt nicht, dass weil ihr freundlich zu ihnen seid, auch sie Freundschaft für euch empfinden und sich ihre Meinung euch gegenüber ändern wird. Auch wenn sie nach außenhin behaupten: wir glauben – aber in Wahrheit sind sie gegen euch. Wenn euch Gutes widerfährt, dann ärgern sie sich und wenn euch ein Leid wiederfährt, dann freuen sie sich darüber. Deshalb bleibt standhaft gegenüber den Feinden. Haltet euch an die Gebote Gottes. In beiden findet ihren einen festen Halt und die Pläne die sie gegen euch schmieden, können euch nicht schaden.

     

     

    Folgende Punkte entnehmen wir dieser Koranstelle in der 3. Sure:

     

     Erstens: Politische und wirtschaftliche Beziehungen zu nicht-muslimischen Ländern müssen auf gegenseitigem Respekt beruhen. Anderenfalls wird es zur Erniedrigung der Muslime kommen.

     

     Zweitens: Muslime dürfen gegenüber den Freundschaftsbezeugungen des Feindes nicht leichtgläubig sein.

     

    Drittens: Die Muslime können immer, wenn der Gegner seinen Groll zu erkennen gibt, ebenso ihre Abscheu zeigen.

     

    Viertens: Der Feind gewinnt entweder dann Einfluss, wenn wir uns fürchten oder uns etwas von ihm versprechen oder wenn wir nicht gottesfürchtig sind.

     

    Aber wenn wir geduldig sind und gottesfürchtig bleiben, dann scheitern die Versuche des Feindes Einfluss über uns zu gewinnen.