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    Teil 9: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 27-30

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    Teil 9: Sure Al Baqarah (die Kuh) Verse 27-30
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    Wir beginnen diesen Teil aus der Reihe „In Richtung Licht“ mit den Offenbarungszeichen 27 und 28 der Sure 2, Baqarah: (2: 27- 30)

     

     

    الَّذِينَ يَنقُضُونَ عَهْدَ اللَّـهِ مِن بَعْدِ مِيثَاقِهِ وَيَقْطَعُونَ مَا أَمَرَ اللَّـهُ بِهِ أَن يُوصَلَ وَيُفْسِدُونَ فِي الْأَرْضِ ۚ أُولَـٰئِكَ هُمُ الْخَاسِرُونَ

     

    „Die Frevler sind die, die den Bund Gottes brechen, nachdem er geschlossen wurde, und trennen, was nach Gottes Gebot verbunden sein soll, als auch Unheil auf Erden stiften. Sie haben den Schaden.“ (2: 27)

     

     

    كَيْفَ تَكْفُرُونَ بِاللَّـهِ وَكُنتُمْ أَمْوَاتًا فَأَحْيَاكُمْ ۖ ثُمَّ يُمِيتُكُمْ ثُمَّ يُحْيِيكُمْ ثُمَّ إِلَيْهِ تُرْجَعُونَ

     

    „Wie kommt es, dass ihr Gott gegenüber ungläubig werdet, während Er euch, die ihr seelenlose Wesen waret, Leben schenkte, euch daraufhin sterben lässt und dann erneut zum Leben erweckt. Ihr werdet zu Ihm zurückkehren. Wir hatten schon gesagt, dass die Frevler diejenigen sind, die sich vom geraden Weg entfernt und sich verirrt haben. In den beiden genannten Verszeichen werden die Frevler beschrieben. Es ist typisch für sie, dass sie gegen das Bündnis mit Gott verstoßen, dass in ihrem Seelengrund vorhanden ist.“ (2: 28)

     

    Die Menschen haben in Wahrheit mehrere Bündnisse mit Gott geschlossen – wie das Bündnis über den Ein-Gott-Glauben, die Gotterkenntnis und die Absage an eine blinde Befolgung der Triebgelüste. Die Frevler haben mit diesen Bündnissen gebrochen. Sie haben sich von Recht und Wahrheit abgewandt, obwohl sie den richtigen, wahres Glück bringenden Lebensweg gehen könnten, wenn sie sich nach der unversehrten Seele, die tief in ihnen existiert, richten würden. In dieser Koranstelle wird damit auch darauf hingewiesen, wie wichtig die Treue zu einem Bündnis im Islam ist. Ein weiteres Merkmal der Frevler ist, dass sie alle ihre Bündnisse mit den Propheten, den Gläubigen und ihren Verwandten abbrechen. In zahlreichen Verszeichen ruft der Koran die Menschen auf, Mitgefühl für Angehörige, Nachbarn und Bedürftige zu zeigen und sich diesen anzunehmen.

     

    Der Islam betont die Wahrung der emotionellen Beziehungen zwischen den Menschen. Freundschaftlichkeit und Hilfsbereitschaft innerhalb der islamischen Gemeinde stärken diese gesellschaftlich. Sie festigen die moralischen und spirituellen Beziehungen und lassen den Islam gedeihen und erstarken. Ein wichtiges Beispiel für solche Beziehungen, welches in Überlieferungen einen bedeutenden Platz einnimmt, ist die Beziehung innerhalb der Familie, „Saleh rahem“ genannt. Der Prophet des Islams hat zum Beispiel gesagt: „Die enge Beziehung zwischen Angehörigen lässt Städte aufblühen und die Menschen länger leben, und das sogar, wenn die, die diese Beziehungen pflegen, nicht zu den rechtschaffen Handelnden gehören.“ Der Koran gibt unter anderem dadurch Orientierungs-hilfen, dass er sich mit einer Frage an den Verstand des Menschen und den ihm von Gott gegebenen Seelengrund wendet.

     

    Die Fragen, die der Koran stellt, stimmen den Menschen nachdenklich. Durch Nachdenken kann er sich der Wahrheit nähern. Nachdenken hilft ihm, dass er die Wahrheit versteht. IIn der genannten Koranstelle werden die Ungläubigen, welche das Leben nach dem Tode anzweifeln wollen, aufgefordert über ihre Erschaffung und die Erschaffung der ganzen Welt nachzudenken. Die Erkenntnis über sich selbst ist der erste Schritt zur Gotterkenntnis. Denkt der Mensch über sich selber und seine Existenz nach, wird ihm bewusst, dass er selber nichts besitzt und alles, was er hat und ist, ihm von Gott, dem Mächtigen und Allweisen, der ihn erschaffen hat, gegeben wurde. Der größte Segen, den Gott dem Menschen schenkt, ist der Segen des Lebens. Trotz aller Fortschritte der Wissenschaft ist der Mensch nicht in der Lage, die Geheimnisse dieses Segens voll und ganz zu erkennen. Ebenso wie das Leben des Menschen von Gott kommt, ist auch sein Tod durch Gott bestimmt. Wie kann man daher Gott verneinen, der sowohl über den Beginn als auch über das Ende entscheidet? Und wie kann man das erneute Leben des Menschen nach dem Tod verneinen? Es heißt in der Sure 2 in den Ayat 29 und 30:

     

    هُوَ الَّذِي خَلَقَ لَكُم مَّا فِي الْأَرْضِ جَمِيعًا ثُمَّ اسْتَوَىٰ إِلَى السَّمَاءِ فَسَوَّاهُنَّ سَبْعَ سَمَاوَاتٍ ۚ وَهُوَ بِكُلِّ شَيْءٍ عَلِيمٌ

     

    „Er ist es, der das was auf der Erde ist, alles für euch erschaffen hat. Dann wandte Er sich der Schöpfung der Himmel zu und richtete sie in Form von sieben Himmeln auf und ordnete sie. Er ist allwissend und Herr aller Dinge.“ (2: 29)

     

    وَإِذْ قَالَ رَبُّكَ لِلْمَلَائِكَةِ إِنِّي جَاعِلٌ فِي الْأَرْضِ خَلِيفَةً ۖ قَالُوا أَتَجْعَلُ فِيهَا مَن يُفْسِدُ فِيهَا وَيَسْفِكُ الدِّمَاءَ وَنَحْنُ نُسَبِّحُ بِحَمْدِكَ وَنُقَدِّسُ لَكَ ۖ قَالَ إِنِّي أَعْلَمُ مَا لَا تَعْلَمُونَ

     

    „Und als dein Schöpfer und Erhalter zu den Engeln sprach: „Ich will auf der Erde einen Stellvertreter einsetzen“, sagten die Engel: „Willst du jemanden auf der Erde einsetzen, der Unheil auf ihr anrichtet und Blut vergießt, während wir Deine Herrlichkeit und Heiligkeit lobpreisen und Dich rühmen?“ Gott sprach: „Wirklich! Ich weiß, was ihr nicht wisst.“ (2: 30)

     

    Der Heilige Koran lenkt mit seinen Gesetzen und Ratschlägen den Menschen in Richtung Wohl und Glück, und viele seiner Verszeichen sind Bemühungen, dem Menschen den eigenen hohen Rang bewusst zumachen.

     

    In diesen Offenbarungszeichen wird in Erinnerung gerufen, dass alles was auf der Erde und im Weltraum ist, für die Menschen erschaffen und ihnen zur Verfügung gestellt wurde und Gott der Besitzer und Erschaffer dieser Segensgaben ist. Er ist die gewaltige Macht, welche den Weltenraum in mehreren Schichten geschaffen hat. Diese Gestalt des Weltraumes wird auch von der modernen Wissenschaft bestätigt. Aus der genannten Koranstelle entnehmen wir, dass kein Geschöpf in der Natur sinnlos ist und alles geschaffen wurde, um im Dienste der Menschheit zu stehen. Dies ist ein Punkt, über den besonders diejenigen nachdenken sollen, die sich nicht über den eigenen hohen Rang bewusst und von der Liebe zum Weltlichen befallen sind, während doch das Weltliche ein Mittel ist, welches im Dienste der Menschheit steht und das den Menschen nützen soll, um sich zu vervollkommnen. Weiter spricht Gott an dieser Stelle im Koran über die spirituelle Position des Menschen, der all dieser göttlichen Segensgaben würdig ist.

     

    Als Gott nach Erschaffung des Menschen den Engeln Kunde davon gibt, dass Er den Menschen zu Seinem Statthalter gewählt hat, zeigen sie sich besorgt. Zweifelsohne muss der wahre Vertreter Gottes ein Wesen sein, das sich von jeder Verdorbenheit und Sünde freihält und Gottes Geheiß folgt. Aber, wie die Engel schon sagten, macht sich das Menschengeschlecht der Verdorbenheit und des Blutvergießens schuldig. Die Engel, welche unentwegt Gott preisen, Ihn anbeten und Ihm dienen, glaubten, dass sie besser für das Amt des Statthalter Gottes geeignet sind. Aber Gott antwortet ihnen: Ich weiß, was ihr nicht wisst. Auf diese Weise macht er ihnen deutlich, dass der Mensch die Würde besitzt, Gottes Stellvertreter zu sein. Dass der Mensch Statthalter Gottes auf Erden ist, bedeutet, dass er alle von Gott mitgegebenen Vorzüge in sich entfalten und sich mit den besten Eigenschaften schmücken soll.

     

    Das beste Beispiel für solche Menschen sind die Propheten, die Imame, sind geläuterte, rechtschaffene Menschen und Märtyrer. Sie haben die negativen triebhaften Seiten überwunden. Sie haben sich und die Gesellschaft in Richtung Reinheit, in Richtung Rettung, gelenkt. Mit ihrer charakterlichen Größe und der Aufrichtigkeit, die sie auf dem Weg zu dem, den sie anbeten, bewiesen, haben sie unter den anderen Geschöpfen, so auch unter den Engeln Verwunderung ausgelöst.