islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Teil 95: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 179-182

    Teil 95: Sure Al-e Imran (Familie oder das Haus des Imran) Verse 179-182

    • http://german.irib.ir
    Rate this post

     

    Im Vers 179 der Sure Al-e Imran heißt es in einer Übersetzung: (3: 179- 182)

     

    مَّا كَانَ اللَّـهُ لِيَذَرَ الْمُؤْمِنِينَ عَلَىٰ مَا أَنتُمْ عَلَيْهِ حَتَّىٰ يَمِيزَ الْخَبِيثَ مِنَ الطَّيِّبِ ۗ وَمَا كَانَ اللَّـهُ لِيُطْلِعَكُمْ عَلَى الْغَيْبِ وَلَـٰكِنَّ اللَّـهَ يَجْتَبِي مِن رُّسُلِهِ مَن يَشَاءُ ۖ فَآمِنُوا بِاللَّـهِ وَرُسُلِهِ ۚ وَإِن تُؤْمِنُوا وَتَتَّقُوا فَلَكُمْ أَجْرٌ عَظِيمٌ

    „Nimmer wird Gott die Gläubigen in dem (Zustand) belassen in dem ihr euch befindet, es sei denn, dass er (durch eine Reihe von Prüfungen) das Schlechte vom Guten trennt. Und er wird euch nicht in das Verborgene Einblick gewähren. Aber Gott erwählt von Seinen Gesandten wen er will (und gibt ihm Nachricht vom Verborgenen). Darum glaubt an Gott und Seine Gesandten! Wenn ihr glaubt und gottesfürchtig seid, steht euch dereinst gewaltiger Lohn zu.“ (3: 179)

     

    Dieser Vers gehört noch zu den Versen in der Sure 3, die vom Uhud-Krieg handeln. Im Zusammenhang mit den lehrreichen und bitteren Erfahrungen des Uhud-Krieges, heißt es an die Adresse der Gläubigen gerichtet: Wenn jemand sagt: „Ich glaube“, so darf er nicht denken, dass dies alleine genügt und er leben kann wie er will. Vielmehr wird Gott seinen Glauben auf die Probe stellen. Er prüft ihn mit Schwierigkeiten auf seinem Lebensweg, nur so wird der wahre Glaube erkennbar. Natürlich weiß Gott auch ohne solche Prüfungen, was wirklich in uns Menschen vorgeht. Aber andere können es nicht erkennen. Bis auf einige Propheten kennt niemand das Verborgene. Durch die Prüfungen die Gott stellt, wird auch für die anderen deutlich, wer ehrlich im Glauben ist.

     

    Nehmen wir nur das Beispiel des Uhud-Krieges. Durch diesen Krieg wurden die Heuchler entlarvt und die anderen erkannten, dass sie nicht wirklich überzeugte Muslime sind.

     

    Wenn aber die Menschen alles übereinander wüssten, sowohl das Schlechte als das Gute, käme es zu einem großen Durcheinander und die sozialen Beziehungen würden zerreißen. Es ist also besser, dass die Menschen normalerweise die innersten Geheimnisse der andren nicht kennen, denn nur so kann das Leben seinen normalen Verlauf nehmen. Es genügt, wenn die Wesensart des Menschen dadurch erkennbar wird wie er reagiert, wenn er von Gott auf die Probe gestellt wird.

     

    Wir können im Zusammenhang mit dieser Koranstelle folgendes feststellen:

     

    Erstens: Gott sagt in dem vorhergehenden Vers, dass er die Ungläubigen, die nicht einsichtig sind, sich selbst überlässt, damit sie am Jüngsten Tag bestraft werden. Im Vers 179 aber heißt es, dass er diejenigen die sagen, dass sie glauben, nicht einfach gehen lässt, sondern sie auf die Probe stellt. Nur dadurch wird sich herausstellen, ob ihr Glaube echt ist.

     

    Zweitens: Diese Koranstelle sagt uns aber auch: Versucht nicht die Geheimnisse der anderen aufzuspüren, das ist nicht Gottes Wille.

     

    Drittens: Nur Gott kennt das verborgene Wissen und einige Propheten, mit Seiner Erlaubnis.

     

    Viertens: Unsere Aufgabe ist es zu glauben und gottesfürchtig zu sein.

     

    Im Vers 180, der Sure 3 heißt es in einer Übersetzung:

     

    وَلَا يَحْسَبَنَّ الَّذِينَ يَبْخَلُونَ بِمَا آتَاهُمُ اللَّـهُ مِن فَضْلِهِ هُوَ خَيْرًا لَّهُم ۖ بَلْ هُوَ شَرٌّ لَّهُمْ ۖ سَيُطَوَّقُونَ مَا بَخِلُوا بِهِ يَوْمَ الْقِيَامَةِ ۗ وَلِلَّـهِ مِيرَاثُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ ۗ وَاللَّـهُ بِمَا تَعْمَلُونَ خَبِيرٌ

    „Und diejenigen, die mit dem geizen, was Gott ihnen von Seiner Huld gegeben hat (und anderen nicht davon spenden), sollen ja nicht meinen, das sei besser für sie. Nein, es ist schlechter für sie. Am Tag der Auferstehung wird ihnen das, womit sie gegeizt haben, umgehängt werden (d.h. sie werden damit belastet). Und an Gott fällt das Erbe von Himmel und Erde. Er ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut.“ (3: 180)

     

    Während es in den vorherigen Versen um den Einsatz des Lebens auf dem Wege Gottes ging, wird nun von dem Verzicht auf Besitz um Gottes willen gesprochen.

     

    Ein Mensch der an Gott glaubt, kann nicht gleichgültig gegenüber den Bedürftigen sein. In diesem Vers heißt es, dass Gott uns auch mit dem was wir besitzen prüft. Denn auch am Spenden ist erkennbar, ob ein Gläubiger es ernst mit seinem Glauben meint. Darum heißt es: Seid nicht geizig. Damit schadet ihr euch sowohl in dieser Welt, als auch am Jüngsten Tag.

     

    Wir sollten also nicht denken, wenn wir nichts von dem was uns gehört anderen geben, werden wir reicher. Das ist falsch. Was wir besitzen kommt alles von Gott und wenn Gott möchte, vermehrt er unseren Besitz sogar, nachdem wir davon gespendet haben.

     

    Besitz sollte für gute Werke verwendet werden.

     

    Alles in dieser Welt gehört Gott. Wir sind mit leeren Händen auf diese Welt gekommen und verlassen sie auch wieder mit leeren Händen. Warum nur sind wir geizig?

     

    Am Tag des jüngsten Gerichtes wird sich zeigen, wer sein Herz an weltlichen Besitz gebunden hat, Der Inhalt der Verse 181 und 182 der Sure Al-e Imran lautet auf Deutsch:

     

    لَّقَدْ سَمِعَ اللَّـهُ قَوْلَ الَّذِينَ قَالُوا إِنَّ اللَّـهَ فَقِيرٌ وَنَحْنُ أَغْنِيَاءُ ۘ سَنَكْتُبُ مَا قَالُوا وَقَتْلَهُمُ الْأَنبِيَاءَ بِغَيْرِ حَقٍّ وَنَقُولُ ذُوقُوا عَذَابَ الْحَرِيقِ

     

    „Gott hat ja die Worte derjenigen wohl gehört, die sagten: ,Gott ist arm, und wir sind reich.‘ Wir werden (zu ihren Lasten) aufschreiben, was sie gesagt haben, und dass sie unberechtigterweise Propheten getötet haben. Und wir werden (dereinst beim Gericht) zu ihnen sagen: ‘Jetzt bekommt ihr die Strafe des Höllenbrandes zu spüren.‘ (3: 181)

     

    ذَٰلِكَ بِمَا قَدَّمَتْ أَيْدِيكُمْ وَأَنَّ اللَّـهَ لَيْسَ بِظَلَّامٍ لِّلْعَبِيدِ

     

    Das (kommt über euch zur Strafe) für die früheren Werke eurer Hände, und (darum) dass Gott niemals den Menschen Unrecht tut.“ (3: 182)

     

    Den Koranauslegungen entnehmen wir, dass der Prophet einen Brief an einen jüdischen Stamm in der Nähe von Medina schrieb und die Menschen dieses Stammes zum Islam einlud und sie zum Beten, der Zahlung der Zakatsteuer und zum Spenden aufrief. Aber der jüdische Stammesführer machte sich darüber lustig und sagte: ‘Gott braucht uns also, wir aber brauchen nichts. Er will Geld von uns und verspricht uns dafür Segen am Jüngsten Tag.‘ Danach wurden dem Propheten die Verse 181 und 182 geoffenbart, welche die Leute dieses Stammes tadeln. Weiter heißt es darin, dass sie in der Vergangenheit sogar damit einverstanden waren, dass göttliche Propheten getötet wurden und weiter: Dieses Verhalten wird nicht unbeantwortet bleiben. Am Jüngsten Tag erwartet euch das Höllenfeuer.

     

    Aus dieser Koranstelle entnehmen wir:

     

    Erstens: Wenn Gott zum Spenden oder zum Geldverleih an Bedürftige aufruft, so heißt das nicht, dass er auf unsere Spenden angewiesen ist. In Wirklichkeit gehört das, was wir spenden Gott, denn er ist der eigentliche Besitzer.

     

    Zweitens: Heiliges ist unantastbar. Heiliges zu schmähen hat harte Folgen.

     

    Drittens: Die Verspottung der Gläubigen wird neben die Tötung von Propheten auf eine Stufe gestellt.

     

    Viertens: Die Strafe am Tag des Jüngsten Gerichtes haben wir selbst durch unsere Taten verursacht. Gott begeht kein Unrecht.