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    Wahrung des Islamischen Erwachens

    • Modschtaba Haddadi
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    Drei Jahrzehnte nach dem Sieg der Islamischen Revolution zeigen sich heute die Früchte des Widerstands der iranischen Nation in Gestalt des Islamischen Erwachens. Heute werden die anti-amerikanischen und anti – israelischen Rufe, welche im Iran erschallten, auch in den Ländern der Region verkündigt und werden auch dort die amerikanische und israelische Flagge in Brand gesteckt. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Rolle des Irans bei der Verteidigung und der Wahrung der Bewegung des Islamischen Erwachens von sehr großer Bedeutung und auf alle Fälle notwendig ist.
    Der Westen ist heute intensiv darum bemüht, die Schienen für die Entwicklungen in der Region zu verlegen, und wenn die Islamische Republik als ursprünglichster Ausgangspunkt des Erwachens etwas bei ihren Pflichten versäumt, werden zweifelsohne der islamischen Erwachensbewegung ernsthafte Schäden zugefügt werden.

     

    Das geehrte Revolutionsoberhaupt hat in seinen Ausführungen darauf hingewiesen, dass sogar die Wahrscheinlichkeit einer Beschlagnahme der Protesterhebungen besteht, wenn die Bevölkerung und die Elite in der Region nicht achtgeben. Zwar ist nun die Woge des Islamischen Erwachens entstanden, aber sie kann nicht ohne die richtige Strategie zu dem gewünschten und vollständigen Resultat führen. In diesem Zusammenhang gibt es zwei ernstzunehmende Möglichkeiten. Die vorrangige davon ist die Möglichkeit, dass unabhängige islamische Volksregierungen an die Macht kommen und dies ist die optimale Möglichkeit. Es bedeutet, dass diese Regierungen mit Gewissheit Feind des zionistischen Regimes und im Gegenteil dazu Freund der iranischen Nation und der Freiheitsliebenden sein werden. Aber selbst wenn nicht das Optimum erreicht werden und der Westen erneut einen von ihm abhängigen Herrscher an die Macht bringen sollte, wird das Islamische Erwachen Resultate zeigen.

     

    Eine der Gefahren, denen die Volksrevolutionen gegenüberstehen, ist der Mangel an einer einheitlichen und richtigen Führung. Die Entwicklungen in der Region sind ausgesprochen spontan und sogar die elitären Kräfte blieben zurück und heute ist dieser Mangel einer Führung zu verspüren.

     

    Der Islamische Iran kann meiner Meinung nach auf bestimmte Weise für die Völker in der Region den Weg beleuchten, der vor ihnen liegt. Der Westen setzt alles daran, dass die kommenden Regierungssysteme in der Region aufgrund des Säkularismus Gestalt annehmen. Aber der islamische Iran kann in Form von offizieller und allgemeiner Diplomatie den elitären Kräften in der Region seine Erfahrungen mitteilen. Wir dürfen keine bloßen Zuschauer der Bewegung des Islamischen Erwachens sein, sondern müssen durch Austausch mit der Öffentlichen Meinung in der Region und den Persönlichkeiten den regionalen Nationen die Alternative der religiösen Volksregierung vorstellen, damit diese nicht denken, sie hätten keine andere Wahl, als gegenüber dem Westen klein bei zu geben. Der Islamische Iran ist heute für viele Bereiche ein Erfolgsmodell und wir dürfen nichts bei der Übertragung dieser Erfahrungen auf unsere muslimischen Brüder versäumen. Heute ist der Blick der Völker der Region auf den Islamischen Iran gerichtet und es wird sicherlich zu Enttäuschungen führen, falls in unserem Land die Ereignisse im Nahen Osten nicht beachtet würden.

     

    Auch wenn das Vorgehen der diplomatischen Einrichtungen unseres Landes hinsichtlich der Unterstützung für das Islamische Erwachen teilweise Kritik auf sich zog und in einigen Fällen in Passivität überging, hat jedoch die Veranstaltung der beiden Teheraner Konferenzen für das Islamische Erwachen bzw. die Unterstützung der Intifada in gewisser Weise die Rolle und Position unseres Landes bezüglich der Steigerung der Wogen der Islamischen Erwachens wiederbelebt. Die Hegemonie und der arrogante Imperialismus sind heute, nachdem die Völker erwachten und sich gegen die westabhängigen Herrscher in der Region erhoben haben, bestrebt, die Revolutionen für sich zu beschlagnahmen und ihre Grundziele und -richtung abzuändern. Zweifelsohne hegt der Westen intensive Besorgnis hinsichtlich der Entstehung eines revolutionären Nahen Ostens und versucht in diesem Zusammenhang wie auch immer eine Mindestsicherheit für seine Interessen herzustellen. Dabei gehören die Unterstützung für das usurpatorische Besatzerregime von El – Quds und die Herbeiführung einer Abweichung der Revolutionen von ihrem hohen Ziel des Kampfes gegen den Zionismus zu den feindlichen Hauptstrategien.

     

    Wie viele Analysten sagen ist der Kampf gegen die rassistische Politik des zionistischen Regimes und die Unterstützungen der USA einer der wichtigsten Beweggründe für die regionalen Protestaufstände. Eine Meinungsstudie des Zogby International gibt deutlich den anti-amerikanischen Charakter der Volksbewegungen im Nahen Osten, insbesondere in Ägypten, wieder. Die Umfrageergebnisse dieses amerikanischen Instituts zeigen, dass 92 Prozent der ägyptischen Bevölkerung in den USA die größte Gefahr für sich sehen. Zogby International führte diese Umfrage im Juli 2010, d.h. bereits einige Monate vor der Revolution in Ägypten für die Universität Maryland, durch. Die Resultate dieser Meinungsbefragung ergaben ebenso, dass 85 Prozent der Bevölkerung von Ägypten eine negative Einstellung zu den USA haben. 87 Prozent vertrauten nicht in Amerika und 92 Prozent sahen in diesem Land die größte Bedrohung für sich. Lediglich 4 Prozent stimmten für die USA als zukünftigen Lebensort.

     

    Jedenfalls ist nach dem Sieg der regionalen Revolution auch die anti – israelische Natur dieser Aufstände sehr klar zum Vorschein getreten. Vielleicht ist das Sinnbild dieser Ablehnung in der Eroberung der Botschaft dieses Regimes in Kairo zu sehen. Vor diesem Ereignis waren einige Sachverständige der Überzeugung, dass Ägypten nach der Revolution wegen finanzieller und wirtschaftlicher Probleme sich nicht von dem Joch des Westens und des zionistischen Regimes befreien kann und letztendlich gezwungen ist, die Beziehungen zu Tel Aviv zu akzeptieren.

     

    Aber was dann passierte zeigte, dass die ägyptische Revolution einen Weg eingeschlagen hat, der nicht den Erwartungen des Westens und selbst nicht denen des in diesem Land herrschenden Militärrates entspricht. Es zeigte, dass diese Bevölkerung in Kairo auf der Szene ist, um die Richtung der ägyptischen Revolution festzulegen und darüber zu bestimmen, was in Zukunft aus den Beziehungen zu Tel Aviv werden wird. In Wahrheit ist die Einnahme der Botschaft des zionistischen Regimes in Kairo ein Zeichen dafür, dass in Ägypten im Anschluss an seine Revolution weiter revolutionär ist und Dinge wie die Kapitulation dieses Landes gegenüber der Politik des zionistischen Regimes in der Region für die Bevölkerung dieses Landes untragbar sind.