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    Warum werden „Duas“ nicht beantwortet?

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    – Auszug aus dem Buch „ODATOOL DAEE“ –
    übersetzt von Um Abdel Kareem

     

    Man fragt sich, warum die Bittgebete (Duas) mancher Menschen nicht beantwortet werden. Also etwas, was sich gegenüber den genannten Versen widerspricht. Die Antwort ist, dass der „Dua“ nicht beantwortet wurde, weil bestimmte Bedingungen des Duas nicht erfüllt wurden.

     

    Othman Ibn Saeed erzählte, dass ein Mann zu Imam Sadiq (ع) kam und sagte: „Da sind zwei Verse des Quran, welche ich nicht verstanden habe.“ Der Imam (ع) sagte: „Welche Verse sind es?“ Er sagte, dass die Erste davon folgend sei:

     

    ادْعُونِي أَسْتَجِبْ لَكُمْ „Bitte mich, und ich werde Eure Bitte erhören“

     

    Denn, so der Mann weiter: „Wir machen unsere Duas, aber sie werden nicht beantwortet.“ Der Imam (ع) sagte: „Denkst du, Allah bricht sein Versprechen?“ Der Mann antwortetet: „Nein.“ Imam Sadiq fragte: „Also, warum werden unsere Duas nicht beantwortet?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“ Imam Sadiq sprach: „Aber ich werde dir sagen warum: Wer den Befehlen Gottes folgt und sein Dua ernsthaft vorträgt, dem wird geantwortet.“ Der Mann sagte: „Wie sollte ich beten?“ Der Imam sprach: „Lobpreise als erstes Allah (swt), dann gedenke ihm und danke ihm für seinen Segen. Danach grüße den heiligen Propheten und seine Nachkommenschaft, bereue danach deine Sünden und bitte um Vergebung. Dies ist der richtige Weg für ein Dua.“

     

    Danach fragte man den Imam nach dem zweiten Vers, den der Mann nicht verstanden hatte:

     

    وَمَا أَنفَقْتُم مِّن شَيْءٍ فَهُوَ يُخْلِفُهُ وَهُوَ خَيْرُ الرَّازِقِينَ

    Und was immer ihr spendet, Er wird es ersetzen; und Er ist der beste Versorger (Saba, 39)

     

    Imam Sadiq (ع) sagte auch hier: „Denkst du Allah bricht sein Versprechen?“ Der Mann verneinte es. Der Imam sagte dann: „Warum ersetzt Allah (swt) denn dann das Gegebene?“ Der Mann sprach: „Ich weiß es nicht.“ Imam Sadiq sagte daraufhin: „Wenn ein Mensch etwas rechtmäßig erwirbt, und er es dann auf die richtige Art und Weise spendet, so wird er es umgehend zurückerhalten; auch wenn es nur ein Dirham war. Es ist unmöglich, dass ein Mensch Allah um etwas bittet, etwas, das ratsam ist und Gott gewährt es ihm nicht. Daher sollte ein Bittender immer in der folgenden Art und Weise bitten: Oh mein Herr, erfülle meine Bedürfnisse, wenn es zu meinen Gunsten ist. Wenn die Erfüllung der Bedürfnisse später ratsam ist, so wird Allah es später erfüllen. Allah (swt) sagt selber:

     

    وَلَوْ يُعَجِّلُ اللّهُ لِلنَّاسِ الشَّرَّ اسْتِعْجَالَهُم بِالْخَيْرِ لَقُضِيَ إِلَيْهِمْ أَجَلُهُمْ فَنَذَرُ الَّذِينَ لاَ يَرْجُونَ لِقَاءنَا فِي طُغْيَانِهِمْ يَعْمَهُون

     

    Und wenn Allah den Menschen das Unheil so eilig zukommen ließe, wie sie es mit dem Guten eilig haben, so wäre ihre Frist schon zu Ende. Und so lassen Wir die, welche nicht mit der Begegnung mit Uns rechnen, in ihrer Widersetzlichkeit verblenden. (Yunus, 11)

     

    Imam Ali (ع) sagte auch dazu: „In vielen Fällen wünscht der Mensch sich etwas, aber sobald er es erhält, bereut er und wünscht sich, dass diese Bitte niemals erfüllt worden wäre.“

     

    Der Kern dieses Problems wird in folgendem Vers des Qurans ausgedrückt:

     

    وَعَسَى أَن تَكْرَهُواْ شَيْئاً وَهُوَ خَيْرٌ لَّكُمْ وَعَسَى أَن تُحِبُّواْ شَيْئاً وَهُوَ شَرٌّ لَّكُمْ وَاللّهُ يَعْلَمُ وَأَنتُمْ لاَ تَعْلَمُونَ

     

    Doch es mag sein, dass euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag sein, dass euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Allah weiß es, doch ihr wisset es nicht (Baqara, 216)

     

     

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