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    Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (1)

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    In der Geschichte hat es immer wieder Menschen gegeben die Sinnbild für das Gute waren. Der Heilige Koran stellt eine große Zahl von solchen Beispielen vor, um die Menschen auf wichtige Dinge aufmerksam zu machen.

     
    Gott würdigt im Koran die  beispielhaften Frauen und auch die Geschichte des Islams stellt uns auserlesene Musliminnen vor. Wir möchten daher diese neue Sendereihe weiblichen Sinnbildern des Guten in der Islamischen Geschichte widmen.

     

    Die Stellung der Frau ist heute ein viel diskutiertes Thema in gesellschaftlichen und politischen Kreisen. Früher  haben einige Ideologien und Theoretiker  die Frauen als unterlegenes zweitrangiges Geschlecht betrachtet. Zum Beispiel hat Aristoteles die Ansicht vertreten, die Schöpfung der Frau sei unvollkommen. Er glaubte, die Frau wäre nicht wie der Mann im Besitz eines Ranges als Mensch.  In dem Denksystem des Aristoteles werden der Frau Merkmale wie Unfähigkeit, Mangelhaftigkeit und Minderwertigkeit zugeschrieben , während der Mann auf allen Ebenen als überlegen und mächtig gilt.  Aufgrund dieser Betrachtungsweise besitzt das männliche Geschlecht besondere Rechte, während die Frau keine Rechte genießt. Sie gilt sogar als Besitz des Mannes. Gemäß dieser Denkweise kann die Frau auch nicht die hohen Stufen der spiritueller Errungenschaften besteigen.  Diese Denkweise war an vielen Orten  auf der Welt in der Vergangenheit gang und gebe und sogar heute noch vertreten einige mehr oder weniger eine solche Meinung.

     

    Noch bis Anfang 20. Jahrhundert wurden der Frau im Westen selbstverständliche Rechte verweigert.  Dann erst  begannen die Frauen, ihre Rechte einzufordern.  Gegenüber den Denkschulen, die radikal die Frau als minderwertiges Geschlecht betrachteten, sind daraufhin einige Theoretiker wie die Feministen dem anderen Extrem hinsichtlich der Rechte und der Position der Frau verfallen. Sie ließen die besondere Natur der Frau und die körperliche und seelischen Unterschiede der beiden Geschlechter völlig außer Acht , und forderten  die vollkommene Gleichstellung der Geschlechter und dass sich die Frauen gegen Eheschließung und Fortpflanzung  wehren und beliebig und freizügig am Gesellschaftsleben teilhaben. Dies hat ebenso wie der Anspron  zur lesbischen Liebe die Position der Frau in der Gesellschaft herabgesetzt und ihr die wichtige Rolle in der Familie geraubt.  Die Feministen glaubten, durch ihre Ansichten den Frauen die gleiche Position wie die der Männer zu verschaffen.  Dabei war ihnen nicht bewusst, dass sie bei dem Versuch, einige Rechte der Frauen herzustellen und ihnen Freiheit zu bescheren, den Wert der Frau als Mensch unbeachtet ließen.  Auf diese Weise sind in diesen Gesellschaften die Probleme der Frauen weiterhin ungelöst geblieben.

     

    Der iranische Gelehrte  Schahid Morteza Motahhari schreibt in seinem Buch über die Frauenrechte im Islam , dass nach seiner Meinung diese Nichtbeachtung der wahren Rechte der Frauen damit zu tun haben könnte, dass die feministische Bewegung Europas überstürzt zustandekam. Daher habe diese Bewegung zwar die Frau von einer Reihe von Übeln befreit, aber ihr und der Menschheit neue Probleme beschert. Ostad Motahhari schreibt: „In der Vergangenheit hat man vergessen, dass die Frau ein Mensch ist und heute hat man vergessen, dass sie eine Frau ist.

     

    In der vorislamischen Zeit wurden auch  auf der Arabischen Halbinsel die Frauen nicht den Menschen zugeordnet, sondern sie waren Eigentum der Männer und wurden wie eine Ware behandelt.  Einige arabische Beduinen haben sogar in ihrer großen Unwissenheit ihren Säugling oder ihr Kleinkind bei lebendigem Leibe  in der Erde verschacht, wenn es ein Mädchen war. Sie werden vom Heiligen Koran strikt zurechtgewiesen. In der Sure Isra`(17) heißt es im Vers 31:

    „Tötet eure Kinder nicht aus Furcht vor Armut; Wir sorgen für sie und für euch. Fürwahr, sie zu töten ist eine große Sünde!“

     

    Der Islam brachte einen bedeutende Wende für die Frauen.  Eine neue Denkweise fasste durch ihn Fuß,  bei der den Frauen mit Respekt begegnet wurde. Der Islam verlieh der Frau eine hohe Stellung.  Die Frau  wurde als Mensch anerkannt und die Menschlichkeit als die  gemeinsame Essenz der beiden Geschlechter erklärt. Gemäß Islam ist die Frau wie der Mann ein Mensch und Teil der menschlichen Gesellschaft.  Sie verdient  deren Ansehen. Der Islam war in dieser Angelegenheit allen anderen Ideologien voraus. Ajatollah Khamenei  erklärt zutreffend, dass die Welt dem Islam in der Frauenfrage einiges zu verdanken hat.

     

    Der Prophet des Islams (s) hat die Bedeutung der Frau für die Menschheit und ihre hohe Stellung hervorgehoben. Er   machte auf die zahlreichen Fähigkeiten, die Gott ihr verliehen hat, aufmerksam,  und überbrachte Koranverse, in denen die Stellung der Frau gewürdigt wurde.  Der Prophet des Islams hat die Frau als einen vollwertigen Menschen, der  es würdig ist, alle menschlichen Vollkommenheiten und hohen Eigenschaften zu erreichen, vorgestellt.  Wie der Mann kann auch die Frau  Statthalter Gottes auf Erden sein.

     

    Durch die natürliche Fähigkeit , die ein Geschöpf besitzt, lässt sich auf ein damit verbundenes  natürliches Recht schließen. Wenn in der Schöpfung einem Wesen die Fähigkeit zu etwas verliehen wurde ,  ist dies ein Grund dafür, dass es diese Fähigkeit aktivieren soll.  Es ist daher ein Unrecht an den Frauen wenn ihnen das Recht genommen wird die besonderen Fähigkeiten zu entfalten, die der Daseinsschöpfer ihnen mitgab.  Dies ist deshalb ein Unrecht, weil die Frau durch Anwendung ihrer natürlichen Fähigkeit eine wichtige Stufe der Vollkommenheit erreichen und dadurch zur Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft beitragen könnte.

     

    Über die Erschaffung von Mann und Frau wird in vielen Versen des Heiligen Korans gesprochen und diese Verse belegen, dass der Islam  zwischen Mann und Frau hinsichtlich ihres Mensch-Seins und der Erreichung von Vollkommenheit und ihrer Stellung als Stellvertreter Gottes auf Erden keinen Unterschied macht und beide Geschlechter aus einem Wesen erschaffen wurden.

     

    Der höchste Rang, den der Mensch erreichen kann, ist gerade diese Statthalterschaft Gottes auf Erden und deswegen hat Gott laut Koran den Engeln befohlen, dass sie vor dem Menschen niederfallen.   Gott hauchte den Menschen, ob Mann oder Frau ,  von Seinem Geist ein und lehrte sie die göttlichen Namen.

     

    Gott hat alles was er an menschlichen Vorzügen dem Mann  mitgab   ohne Unterschied  auch der Frau mitgegeben. Außerdem kann die Frau als Mensch,  genauso wie der Mann, an Glauben, Gottesfürchtigkeit,  und Wissen  usw. gelangen und sich aufgrund ihrer Begabungen weiter entwickeln.

     

    Zum Beispiel ist die Gottesfürchtigkeit nicht nur für eines der beiden Geschlechter gedacht.  Sowohl den Männern als auch den Frauen wurde sie empfohlen. Wir wissen, dass verschiedene Grade der Gottesfürchtigkeit erreicht werden können  und diese Gradierung  von der Glaubensstärke, dem Wissen, der Gesinnung und Moral, dem guten Umgang mit den anderen und weiteren Vorzügen wie Ausdauer und Tapferkeit abhängt.

     

    Aus der Sicht des Islams kommt  derjenige,  der höhere Grade der Gottesfürchtigkeit erreicht, im Vergleich zu dem, der nicht im gleichen Maße gottesfürchtig ist,  unabhängig von seinem Geschlecht, auf eine höhere Stufe zu stehen. Daher kann es sein dass eine Frau über einem Mann zu stehen kommt, weil sie einen  höheren Grad an Gottesfürchtigkeit erreicht hat.

     

    Der Koran erklärt, dass Frauen und Männer die gleiche  Möglichkeit besitzen, Gottesfürchtigkeit zu erzielen . Und es heißt in der Sure Hudscharat (49) Vers 13:  „Ihr Menschen, Wir haben euch von Mann und Weib erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, dass ihr einander kennen möchtet. Wahrlich, der Angesehenste von euch ist vor Allah der, der unter euch der Gottesfürchtigste ist. Siehe, Allah ist allwissend, allkundig.“

     

    Wir schließen diesen ersten Teil unseres neuen Beitrages mit einem passenden Wort von Revolutionsführer Ajatollah Khamenei. Er hat gesagt:

    „Alle Menschen, Frauen und Männer, sind aus einem Wesen geschaffen und nicht das Geschlecht sondern die Gottesfürchtigkeit ist Kriterium für eine höhere Einstufung. Es spielt für den Islam keine Rolle, ob jemand Mann oder Frau ist. Es geht nicht um das Geschlecht, sondern es geht um die Vervollkommnung als Mensch.“

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/die-frau-im-islam/item/250199-weibliche-vorbilder-der-islamischen-geschichte-1