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    Weibliche Vorbilder der islamischen Geschichte (13)

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    Nachdem wir Leben und hohe Charaktereigenschaften der Prophetentochter Fatima Zahra (a) betrachtet haben,  sprechen wir diesmal über die Mutter  Imam Alis (a). Auch sie heißt Fatima: Fatima Bint Asad.

     

    Fatima Bint Asad ist in Mekka auf die Welt gekommen. Sie war die  Tochter des Asad Ibn Haschim und Gemahlin  Abu Talibs, eines Onkels des Propheten (s). Fatima Bint Asad brachte vier Söhne auf die Welt. Sie hießen Talib, Aqil, Dschafar und Ali. Ihre beiden Töchter waren  Fachita – auch Umm Hani genannt,   und Dschumana.

     

    Fatima bint Asad ist nach der Gemahlin des Propheten Chadischa (a) die erste Frau, die sich zum Islam bekannte. Kurz nachdem der Prophet seine Auswanderung  nach Medina angetreten hatte, verließ sie zusammen mit Ali (a.) und Fatima Zahra (a) zu Fuß Mekka in Richtung Medina.

     

    Bevor sie in Medina eintrafen, haben die drei – Imam Ali Fatima Zahra und Fatima Bint Asad  zusammen mit Fatima Bint Zubair die Nacht mit dem Ritualgebet verbracht und waren im Sitzen und Stehen Gott eingedenk.  Nach Verrichtung des morgendlichen Gebetsdienstes setzten sie ihren Weg nach Medina fort bis sie in einem Ort namens Qaba eintrafen, wo sie sich dem Propheten , der sie dort erwartet hatte, anschlossen.

     

    Vor der Ankunft in Medina erschien der Offenbarungsengel dem Propheten  und überbrachte den folgenden Koranvers über Ali und die drei andern, zu denen auch seine Mutter Fatima Bint Asad gehörte:

    „Die Allahs gedenken im Stehen und Sitzen und wenn sie auf der Seite liegen und nachsinnen über die Schöpfung der Himmel und der Erde: … Ihr Herr antwortete ihnen also: `Ich lasse das Werk des Wirkenden unter euch, ob Mann oder Weib, nicht verloren gehen. …`“ Sure Ale Imran,  aus Versen 191 und 195.

     

    Von Imam Sadeq (a.) wird überliefert, dass Fatima Bint Asad die erste Frau war die zu Fuß die Hidschra , die Auswanderung von Mekka, antrat. Fatima Bint Asad ist die einzige Frau, die ihr Kind in der Kaaba zur Welt gebracht hat.

     

    Die Geburt stand kurz bevor . Fatima Bin Asad ging zur Heiligen Haram Moschee  und dicht an die Kaaba heran. Sie flüsterte vor sich hin: „O Gott! Ich bin eine Frau, die an Dich und an die Propheten und die himmlischen Schriften glaubt und ich bekenne mich zu dem, was Dein großer Prophet und Freund Abraham  gesagt hat … Bei dem Recht dessen, der dieses Haus errichtet hat (Prophet Abraham) und bei diesem Kind in meinem Leibe, mach mir seine Geburt leicht!“

     

    Fatima umschritt die Kaaba, als sie plötzlich sah, wie sich die Mauer des Gotteshauses öffnete. Da betrat sie die Kaaba durch diesen Spalt, denn Gott schien sie eingeladen haben,  ihr Kind an diesem Heiligen Ort, an dem die Gläubigen den Einen Gott anbeteten zur Welt zu bringen. Die Kaaba spaltete sich für Ali.

     

    Drei Tage lang war Fatima Bint Asi Gast im Hause Gottes. Dann wollte sie, das  Kind auf dem  Arm, die Kaaba verlassen, als  sie einen Ruf aus dem Verborgenen hörte: „O Fatima! (Gott spricht:) Nenne dieses Neugeborene Ali, Denn ich bin Ali `Ala .  Ich habe seinen Namen von dem Meinigen  abgeleitet und habe ihn gute Sitten gelehrt, ihm meine Sache anvertraut  und ihn von meinem komplizierten Wissen mitgeteilt. Er ist in meinem Haus zur Welt gekommen. Er ist der Erste , der vom Dach meines Hauses aus den Gebetsruf sagen wird und die Götzen zerschmettert und sie vom Dach der Kaaba mit dem Gesicht nach unten zu Boden wirft. Der kann sich freuen, der ihn gerne hat und ihm folgt und ihm hilft. Und wehe dem, der ihn nicht leiden mag und aufsässig gegen ihn ist, ihn erniedrigt und sein Recht leugnet!“

     

    Vor den Blicken der anderen tat sich die Mauer der Kaaba erneut auf und Fatima trat nach drei Tagen mit dem Kind auf dem Arm durch den Mauerspalt dieser heiligen Stätte wieder hervor. Die Menschen blickten erstaunt auf sie.  Noch bevor jemand Fragen stellen konnte, sprach Fatima selber über  einige Dinge, die sie in dem Hause Gottes erlebt hatte. Sie sprach von der Bedeutung dieses Kindes und  über Speisen aus dem Paradies und darüber, dass eine Stimme aus dem Verborgenen sie angewiesen hatte, dem Kind den Namen Ali zu geben.

     

    Abu Talib(a) und der Prophet (s) nahmen das Kind in die Arme und sprachen ihm das Azzan (Gebetsruf)  in das rechte und das Iqama  (Gebetsaufruf) in das linke Ohr.  Abu Talib gab ein großes Walima – ein Gastessen – aus diesem frohen Anlass und sagte: „Kommt herbei für das Walima von Ali Ibn Abi Talib (a)  und bevor ihr kommt umschreitet siebenmal die Kaaba und dann grüßt mein Kind Ali (a).“

     

    Der Prophet Mohammad (s) hat seinen Vater Abdullah bereits vor seiner Geburt verloren und seine Mutter Amina verstarb, als er 6 Jahre alt war. Danach war er bei seinem Großvater Abdul Mutalib aufgewachsen. Doch schon zwei Jahre später verlor er im Alter von 8 auch seinen Großvater. Sein Onkel Abu Talib nahm ihn in Obhut. Fatima Bint Asad, die Gemahlin des Abu Talib, behandelte Mohammad  wie ihre eigenen Kinder.  und deshalb hat der Prophet ihr den ehrenvollen Beinamen „Mutter“ gegeben. Die größte Ehre, die  Fatima Bint Asad, die Mutter Alis (a) und Fürsorgerin Mohammads, zuteil wurde ist, dass sie ein Beispiel für den Vers 97 der Sure Nahl (16) war, in der Gott spricht:

    „Wer recht handelt, ob Mann oder Weib, und gläubig ist, dem werden Wir mit Gewissheit ein gutes Leben gewähren; und Wir werden mit Gewissheit  ihren Lohn bemessen nach den besten ihrer Werke erstatten.“

     

    Fatima Bint Asad , verstarb 4 Jahre nach der Hidschra von Mekka nach Medina, nach dem sie jahrelang den Islam unterstützt hatte.   Sie hatte den Propheten als Kind wie eine Mutter betreut, und  war die Mutter seines Nachfolgers Ali (a). Ali und Mohammad waren beide sehr traurig über ihren Verlust. Der Prophet weinte und sagte: „Lieber Ali! Sie war nicht nur deine Mutter, sondern auch meine.“

     

    Der Prophet musst daran denken, wie er über den Druck (der Enge) des Grabes für einen Verstorbenen  gesprochen hatte und Fatima Bint Asad sagte: „O weh! Diese  Hilflosigkeit im Grab!“ Da hatte ihr der Prophet gesagt (s), er werde Gott bitten, dass er ihr hilft. Der Prophet hatte dieses Versprechen nicht vergessen. Er gab sein langes Hemdgewand her, damit sie den Leichnam dieser großen Frau darin einwickeln. Dann stieg er persönlich in das Grab herab, bevor ihr Leichnam hineingelegt wurde. Er streckte sich im Grab aus und sagte : „Heute hat meine Mutter die Welt verlassen!“ Dann betete er: „O Gott! Festige Fatima mit einem festen Wort!“

     

    Nachdem er den Friedhof verlassen hatte, meinte Umar Ibn Chattab zu ihm: „Prophet Gottes! Ich habe gesehen, was du für diese Frau getan hast. So etwas hast  du für niemanden anderen getan. Der Prophet sagte: „Umar! „Diese Frau ist meine Mutter gewesen. Nach meiner Mutter, die mich auf die Welt brachte, hat Abu Talib sich meiner wohltätig angenommen und mich gespeist. Und diese Frau hat mir immer ihren Anteil  gegeben und Dschibril (Gabriel ) brachte mir von Gott die Botschaft, dass sie im Paradies einkehren wird und der Allmächtige 70 Tausend Engeln befohlen hat dass sie für sie das Totengebet verrichten.“

     

    Einige sagen, Fatima Bint Asad sei mit 60 gestorben und andere sprechen von 65 Jahren. Sie wurde auf dem Baqi`-Friedhof in Medina neben der Moschee des Propheten beigesetzt.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/die-frau-im-islam/item/251905-weibliche-vorbilder-der-islamischen-geschichte-13