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    Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (20)

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    Fatima Kalabiyya trug den Beinamen Umm Banin (Mutter der Söhne). Sie war Gemahlin des Imam Ali (a) und Mutter des edlen Abbas. Über sie werden Sie nun als Erstes erfahren und danach berichten wir noch über Dulham.

     

    Die Mutter Abbas sah sehr besorgt und aufgeregt aus. Baschir, der Bote Imam Sadschads, Sohn des Imam Husain (aleihomsalam), war in Medina eingetroffen, um über die Ereignisse von Karbala zu berichten und die Rückkehr der Hinterbliebenen des Propheten aus der Gefangenschaft anzukündigen. Umm Al Banin fragte Baschir: „Baschir! Hast du von Husain (a) gehört?“

     

    Er antwortete: „Gott möge dir Geduld schenken, denn dein Sohn Abbas ist ums Leben gekommen!“ Aber Umm Al Banin fragte wieder: „Was ist mit Husain?!“ Da berichtete Baschir ihr auch von dem Märtyrertod ihrer anderen drei Söhne. Doch Umm al Banin hörte nicht auf ,nach Imam Husain zu fragen . Sie rief: „Meine Kinder und alles was unter dem Himmel ist, sei meinem Husain geopfert!“

     

    Und da sagte ihr Baschir, dass Imam Husain (a) zum Märtyrer geworden ist. Als die Mutter Abbas, Umm al Banin, diese schlimme Nachricht erfuhr, begann sie zu zittern und rief: „Baschir, du hast mir das Herz zerbrochen.“ Sie stieß einen Schmerzschrei aus und begann zu schluchzen.

     

    Die Historiker begründen die große Liebe Umm al Banin für Imam Husain (a) mit ihrem hohen Grad der religiösen Überzeugung und ihrer tiefen Erkenntnis von der Bedeutung des Imamats – der Lenkung der Muslime durch den Unfehlbaren Imam. Damit begründen sie auch, dass die Nachricht über den Märtyrertod ihrer vier Söhne für sie eher zu ertragen war als der Märtyrertod ihres Imams und geistig-religiösen Führers. Umm al Banin gehört zu den bekannten Frauen in der Geschichte Islams, deren Söhne eine bedeutende Rolle bei dem Kampf von Karbala übernahmen.

     

    Die vier Söhne der Umm al Banin (Mutter der Söhne) nämlich Abbas, Dschafar, Abdullah und Uthman haben große Tapferkeit bei der Verteidigung von Imam Husain und seinem Weg bewiesen .

     

    Es waren ungefähr 15 Jahre nach dem schmerzlichen Tod von Fatima Zahra (aleihasalam) der geliebten Prophetentochter und liebevollen Gemahlin Alis (a) verstrichen. Ali (aleihesalam ) bat seinen Bruder Aqil, dass er für ihn eine Ehefrau aus einer Familie findet, die tapfere Männer hat, denn er wünschte sich tapfere Söhne. Ali (a) wusste, dass die Fortsetzung des wahren Islams und die Wiederbelebung der Werte der Lehre Mohammads (s) in der damaligen sensiblen Zeit opferbereite Taten erfordert. Imam Ali wusste, dass sich innerhalb der zwei Jahrzehnte nach seinem Märtyrertod die große Tragödie von Karbala ereignen würde. Daher musste es mutige Leute geben, die seinem Sohn Husain (a) in diesem bedeutenden Kampf zur Seite stehen.

     

    Aqil schlug Imam Ali (a) Umm al Banin vor, denn ihr Volksstamm, die Bani Kilab, war für seine Helden berühmt. Aqil hat über die Familie von Umm al Banin gesagt: „Unter den Araber gab es niemanden der kühner als ihre Vorfahren gewesen wäre.“

     

    Ali (a) gefiel diese Wahl Aqils und er bat ihn beim Vater der Umm al Banin vorzusprechen. Dieser war erfreut über den Heiratsantrag und fragte seine Tochter nach ihrer Meinung. Seine Tochter willigte geehrt ein und so vermählte sich Imam Ali mit ihr.

     

     

    Umm al Banin war eine sehr kluge Frau. Sie hatte viele gute Eigenschaften und war fest im Glauben. Imam Ali (a) würdigte sie.

     

    Die kluge und opferbereite Umm al Banin erzog ihre Kinder zu tapferen Menschen heran. Unter ihren Söhnen war Abbas, einer der großen Märtyrer von Karbala, etwas Besonderes. Umm al Banin wollte die Kinder Imam Alis, Husain und Hasan , Fatima und Zainab und Umm Kulthum über den Verlust ihrer edlen Mutter Hadhrate Fatima Zahra hinwegtrösten. Die Kinder der Prophetentochter waren für Umm al Banin hochrangiger als ihre eigenen, denn sie waren hohe Beispiele für vollkommene Menschen. Umm betrachtete es als ihre religiöse Pflicht, den Nachkommen des Propheten Gottes Liebe zu geben, denn Gott der Höchsterhabene hat in seinem Heiligen Buch, dem Koran, allen empfohlen, dass sie der Prophetenfamilie Liebe erweisen.

     

    Es wird überliefert, dass an dem Tag als Umm Al Banin ins Haus von Imam Ali (a) einkehrte, beide Söhne Alis (a) Hasan und Husein (a) krank im Bett lagen. Kaum hatte die Gemahlin Imam Alis (a) das Haus betreten, als sie zu den beiden eilten und sich liebevoll wie eine Mutter um sie zu kümmern begann. Es heißt in geschichtlichen Quellen , dass Umm al Banin schon bald nachdem sie ihr gemeinsames Leben mit Ali begonnen hatte, ihrem Gemahl vorschlug, dass er sie nicht mit ihrem eigentlichen Namen, nämlich Fatima, sondern mit Umm al Banin rufen sollte (die Mutter der Söhne). Sie wollte nicht dass Hasan und Husain bei dem Namen Fatima schmerzlich an den Verlust ihrer Mutter, Hadhrate Fatima (aleihasalam) erinnert werden.

     

    Umm al Banin erwies den Kindern der Tochter des Propheten Fatima Zahra (a) aufrichtige Liebe. Ihre Liebe und ihre Opferbereitschaft für Imam Husain blieb nicht unbeantwortet. Die Familie des Propheten brachte ihr Achtung entgegen . Hadhrate Zainab (aleihasalam) kam nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft bei der Ankunft in Medina zu Umm Banin um ihr ihr Beileid für den Verlust ihrer vier Söhne auszusprechen und hat ihr auch danach zu verschiedenen Anlässen Respekt gezeigt.

     

    Umm al Banin zeichnete sich auch dadurch aus, dass sie den Ereignissen ihrer Zeit nicht gleichgültig gegenüberstand. Sie verurteilte bei jeder Gelegenheit die unterdrückerischen Umayyadenherrscher und ihre verbrecherischen Handlanger, die Imam Husain (a)und seine treuen Gefährten in Karbala getötet hatten. Sie versammelte die Frauen, die Anhänger der Prophetenfamilie waren, zu Trauerzeremonien, um die Erinnerung an den Weg der Märtyrer von Karbala wachzuhalten. Umm al Banin sprach auf diesen Trauerzeremonien und trug ergreifende Trauerelegien vor, um an das Unrecht an den Helden von Karbala zu erinnern .

     

    Diese edle Gemahlin Imam Alis (a.s.) nimmt unter den Muslimen eine besondere Stellung ein. Die Muslime sind davon überzeugt, dass Gott sie schätzt, weil sie in aufrichtig für Seinen Weg und für die Verteidigung der Religion Gottes den Verlust ihrer geliebten Söhne in Kauf genommen hat.

     

    Diese edle Muslima verstarb schließlich im Jahre 70 nach der Hidschra, d.h. 9 Jahre nach dem Aschura-Geschehen in Karbala im Jahre 61 n. d. Hidschra (680 n. Chr.) Einige sind auch der Ansicht, dass sie 64 nach der Hidschra gestorben ist, und zwar am 13. Dschumada ul Thani. Sie ruht auf dem Baqi-Friedhof neben dem Grab Imam Hasans (a) und anderen wichtigen Persönlichkeiten der Islamischen Geschichte.

     

    Nun berichten wir noch kurz über Dulham. Dulham war die Gemahlin des Zuhair Ibn Qain. Auch sie wurde für ihr tapferes und opferbereites Wesen bekannt. Dulham sah, dass Zuhair Ibn Qain zögerte, als Imam Husain ihn aufforderte, am Widerstandskampf zur Verteidigung des wahren Islams teilzunehmen. Da begann Dulham ihn aufzumuntern, dass er sich Imam Husain (a) bei seinem Kampf anschließen sollte.

     

     

    Zuhair war einer von denen, der nur einen Anstoß brauchte, damit die guten Eigenschaften und der Gerechtigkeitssinn und die Opferbereitschaft in ihm erwachen.   Dulham sagte daher zu ihrem Mann, nachdem Imam Husain zur Zusammenarbeit aufgerufen hatte: „Gott sei gepriesen! Der Nachkomme des Propheten Gottes hat dich aufgefordert, dass du zur Unterstützung an seine Seite eilst, und du zögerst ob du seinen Aufruf folgen sollst? Wie wäre es , wenn du auf ihn hören würdest und dich so bald wie möglich ihm anschließt?“

     

    Auf diese Weise wurde Zuhair von seiner tapferen Gemahlin angespornt und ein darauffolgendes logisches und tiefes Gespräch mit Imam Hussain (a) konnte ihn vollständig überzeugen. Vollkommen engagiert schloss er sich dem kleinen Heer des Imam Husain an. Er übernahm im Kampf zu Karbala die Befehlshabung über den rechten Flügel des Heeres und fand schließlich bei der Verteidigung von Recht und Wahrheit den Märtyrertod.

     

    Dulham hatte wie viele andere von dem Märtyrertod Imam Husains und seinen Kampfesgefährten in Karbala erfahren. Als sie hörte, dass die Leichname der Märtyrer von Karbala dort vom Feind einfach auf der Erde zurückgelassen worden waren , schickte sie den Diener ihres Gemahls nach Karbala, damit er Zuhair nach islamischer Sitte in ein Leichentuch hüllt und begräbt.

     

    Dulham war eine der mutigen und tapferen Frauen die uneigennützig und opferbereit ihre Ehemänner zur Verteidigung des Islams anspornten und damit einen bedeutenden Beitrag der Muslima in der Islamischen Geschichte verewigt haben.