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    Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (23)

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    Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (23)
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    Wir stellen weitere bekannte Musliminnen der Islamischen Geschichte vor.Hamidah, Tochter des Saa`ed , auch Hamidah Chatun genannt, war Gemahlin von Imam Sadiq (a). Sie ist die Mutter von Imam Kadhim (a) salam. Imam Baqer (e) sagte über sie: „Sie ist auf der Erden (achtbar ) und besitzt im Jenseits löbliche Eigenschaften .“

     

     

    Hamidah war Dienerin im Hause von Imam Baqer (a) und Imam Baqer schenkte sie seinem Sohn Imam Sadiq (a), der sie heiratete und ihr auf eine hohe Stufe verhalf. Hamidah brachte 4 Kinder zu Welt. Es waren Imam Kadhim (a), Ishaq, Fatima Kobra und Mohammad. Hamidah erwarb im Hause der Ahl-Bait hohes Wissen und Tugenden. Deshalb schlug Imam Sadiq (a) ihr vor, dass sie den Frauen Unterricht in Islamwissen und Religionsrecht erteilt.

     

    Hamidah zeichnete sich durch besondere Eigenschaften aus zum Beispiel durch ihre Zuverlässigkeit. Wenn Imam Sadiq (e) unter den Bürgern von Medina Geld verteilen wollte, dann vertraute er diese Angelegenheit seiner Mutter Umm Farwa und seiner Gemahlin Hamidah an.

     

    Hamidah gilt auch als Überlieferin (Muhadditha). Sie war es, die folgende Empfehlung von Imam Sadiq (a) tradiert hat:

     

    „Jemandem, der das Gebet als unbedeutend betrachtet, wird nicht unsere Fürsprache zuteil.“

     

    Auch Fatimah, die Tochter des Abdullah Ibn Ibrahim ist eine vorbildliche Frau gewesen. Weil ihr Sohn Davud hieß, erhielt sie den Beinamen Umm (Mutter) Davud. Nach ihr wurden auch das besondere Bittgebet am 15. Radschab benannt. Umm Davud war die Stillamme von Imam Sadiq (a). Sayyid Ibn Tawus, der bekannte Gelehrte des 7. Jahrhunderts nach der Hidschra (13. Jahrhundert n. Chrstus ) sieht in Umm Davud eine seiner edlen Vorfahren.

     

    Die Geschichte der Entstehung des Bittgebetes welches nach Umm Davud benannt wurde, ist hörenswert. Umm Davud berichtet:

     

    „Der Abbasidenkalif Mansur hatte ein Heer nach Medina geschickt, um Krieg zu führen. Es wurden eine Anzahl von Nachkommen des Propheten festgenommen und eingekerkert und mein Sohn Davud war einer von ihnen. Zusammen mit den anderen Gefangenen wurde er nach Bagdad und dort in ein Schreckensgefängnis geworfen. Ich litt sehr darunter, dass er gefangen genommen und eingekerkert worden war und ich keine Nachricht von ihm hatte, und weinte viel. Damit mein Problem gelöst wurde, bat ich verschiedene rechtschaffene und gläubige Menschen, dass sie für die Freilassung meines Sohnes beten. Aber ihr Gebet nützte mir nichts. Unterdessen erhielt ich laufend schlimme und bittere Nachrichten über mein Kind im Kerker und einige sagten sogar, dass er getötet worden sei. So wurde ich immer trauriger und besorgter, und der Kummer um meinen jungen Sohn schwächte mich immer mehr. Schließlich hatte ich ganz die Hoffnung aufgegeben, ihn jemals wiederzusehen. Da erfuhr ich eines Tages, dass Imam Sadiq (a) krank ist. Ich ging ihn besuchen. Als ich mich verabschieden wollte, fragte er: `Hast du keine neue Nachricht von Davud?`“

     

    Als ich den Namen meines Kindes hörte, begannen mir die Tränen zu fließen. Ich seufzte tief und sagte: „O mein Freund und Helfer, mein Leben sei dir geopfert! Schon lange habe ich keine Nachricht mehr von ihm. Mein Sohn ist in Irak im Gefängnis und ich leide sehr darunter, dass er nicht bei mir ist und ich nichts über sein Schicksal weiß. Ihr seid sein Milchbruder und ich bitte euch, betet für seine Freilassung.“

     

    Da sagte der Imam: „Hast du das Istiftah-Gebet vergessen? Weißt du denn nicht, dass durch dieses Gebet um Hilfe sich die Tore des Himmels öffnen und die Engel Gottes dem Betenden die frohe Botschaft mitteilen, dass seine Bitte erhört wird. Kein Notleidender und kein Bittsteller wird enttäuscht werden und Gott belohnt den, der dieses Gebet betet mit dem Paradies.“

     

    Umm Davud erzählt weiter:

     

    Als ich diese frohe Nachricht hörte, fragte ich den Imam: „O mein Herr! Was ist das für ein Gebet? Welche besondere Sitten gelten dafür? “

     

    Imam Sadiq (a) sagte: „O Umm Davud! Der geschätzte Monat Radschab naht heran. In diesem gesegneten Monat werden die Bittgebete erhört. Am 13., 14 und 15. dieses Monates , die die Weißen Tage genannt werden, sollst du fasten. Nimm kurz vor Mittag des 15. ein Qusl vor (rituelle Ganzwaschung). Dann bete 8 Rakat (Gebetsabschnitte) des Ritualgebetes und achte sorgfältig auf die Verbeugungen (Ruku) und Niederwerfungen (Sudschud) „

     

    Und sagte der Imam zu Umm Davud, welches Bittgebet sie sprechen soll.

     

    Umm Davud berichtet weiter:

     

    „Ich schrieb die Anweisungen des Imam zu dem Gebet und den gottesdienstlichen Handlungen alle auf und ging. Der Monat Radschab brach an und ich führte an den Tagen, die der Imam genannt hatte, seine Anweisungen genau durch.

     

    Es war der 16. Radschab und nach Mitternacht. Ich träumte vom Propheten (s) und eine Schar von Engeln und Propheten und von rechtschaffenen Gläubigen, für die ich gebetet und denen ich Segen gewünscht hatte. Der Prophet Gottes (s) sagte zu mir:

     

    `O Umm Davud: Die Versammlung, die du siehst, sind deine Fürbitter. Sie beten für dich und sie geben dir die frohe Kunde, dass deine Bitte erhört wurde. Gott hat dir Seinen Segen zukommen lassen. Er wird auch deinen Sohn schützen und unversehrt zu dir zurückschicken.`

     

    Am nächsten Morgen verspürte ich dank des Versprechens des Propheten und des Lichtes der Hoffnung, das mein bekümmertes Herz erleuchtete, neues Leben in mir.

     

    Von dem Moment, wo mir der Prophet (s) im Traum die frohe Botschaft von der Ankunft meines Sohnes gegeben hatte, bis zu dem Augenblick, dass sich die Haustür öffnete und mein Sohn eintrat , dauerte es nicht länger als wie die Zeit, die einer schneller Reiter benötigt, um den Weg von Irak bis nach Medina zurückzulegen.“

     

    Dawud war nach Hause zurückgekehrt. Seine Mutter fragte ihn, wie es zu seiner Freilassung kam. Dawud erzählte:

     

    „Ich war im Bagdader Gefängnis. Sie legten mir eiserne Ketten an und ich litt sehr unter deren schweren Last und in diesem engen dunklen Verließ. Dann war es Mitte Radschab und in der Nacht zum 16. Radschab hatte ich einen Traum. Ich träumte, dass die Erde ganz glatt geworden ist, und ich konnte dich von weitem sehen, wie du auf einer Matte sitzt. Und ich sah dich das Gebet sprechen und für mich beten. Es standen einige um dich herum und hatten Gesicht und Hände zum Himmel gerichtet, priesen Gott und beteten zu Ihm.

     

    Dieses Traumbild hatte ich und jene leuchtende Gestalt, in der ich meinen Vorfahren des Propheten Gottes erkannte, sagte zu mir: `Sei nicht bekümmert! Gott hat das Gebet, dass deine Mutter für dich gesprochen hat, erhört. ` Kaum hatte ich zu Ende geträumt, als Boten ins Gefängnis kamen, nach mir fragten und mich gleich zu Mansur brachten. Er befahl, dass mir die Ketten um Hals und Hände abgenommen werden und mit mir gut umzugehen sei. Mansur gab mir zehntausend Dinar. Dann haben mich seine Leute noch in der gleichen Nacht auf einem Kamel nach Medina gebracht.“

     

    Umm Fatimah sagt weiter: „Da brachte ich Davud zu Imam Sadiq (a) und der Imam erklärte meinem Sohn: „Du wurdest aus dem Gefängnis freigelassen, weil Ali (a) im Traum dem Mansur erschienen ist und zu ihm gesagt hat: `Wenn du meinen Sohn nicht freilässt, werde ich dich ins Feuer werfen.` Mansur sah die Flammen des Feuers, und deshalb war er gezwungen dich freizulassen.“

     

    Umm Davud fragte den Imam über das Bittgebet: „Kann dieses Bittgebet auch in einem anderen Monat als Radschab gesprochen werden?“

     

    Der Imam antwortete: Wenn der Arafat-Tag (am 9. des Hadsch-Monates) auf einen Freitag fällt, kann man dieses Gebet sprechen und jeder ,der dieses Gebet spricht dem wird Gott nach Beendigung seine Vergebung zukommen lassen.“

     

    Auch heute noch beten viele Muslime in aller Welt jährlich das Bittgebet von Umm Davud , befolgen die dazugehörigen Anweisungen und ziehen daraus großen Nutzen.