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    Weibliche Vorbilder der Islamischen Geschichte (9)

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    Der Prophet des Islams hat gesagt: „Die besten Frauen des Paradieses sind Maryam, Tochter des Imran, Chadischa, Tochter des Chuwailid , Fatima, Tochter des Mohammad, und Asia, Tochter des Muzahim.“

     
    Im letzten Beitrag hatten wir von der Geburt Maryams und von Maryam als einer Frau mit großer Gottergebenheit gesprochen. Wir sagten, das Maryams größter Wunsch das Wohlgefallen Gottes war und sie einen so hohen Rang erreichte, dass die Engel mit ihr sprachen und ihr sagten, dass sie eine Auserwählte unter allen Frauen ist.

     

    In den Versen 42 und 43 der Sure Ale Imran (Sure 3) heißt es:

    „Und (denke daran) wie die Engel sprachen: «O Maria, Allah hat dich erwählt und dich gereinigt und dich erkoren aus den Frauen der Völker.“

    „ O Maria, sei (zum Dank für diesen Segen) gehorsam deinem Herrn und wirf dich nieder und bete Ihn an mit den Anbetenden.»

     

    Wir möchten nun weiter aus dem Leben Maryams berichten:

    Maryam wollte sich an einen Ort zurückziehen, der fern von allem Lärm war, damit sie dort mit Gott sprechen kann. Sie ging nach Ost-Beit-ul-Moqadas (Ost-Jerusalem) in einen großen Tempel, in dem es sehr ruhig war. Als sie eines Tages wieder in tiefer Andacht war, erschien ihr plötzlich Jibriil (Gabriel), der Engel Gottes in schöner Menschengestalt.

     

    Maryam erschrak zutiefst, denn sie dachte, es ist ein fremder Mann, der Böses im Sinn hat. Sie begann zu zitteren und rief:

    „Ich nehme meine Zuflucht vor dir bei dem Allerbarmer; (lass ab von mir) wenn du Gottesfurcht hast.» (Vers 18, Sure Maryam (19)

    Doch der Engel sprach zu ihr: „Ich bin nur ein Gesandter deines Herrn, auf dass ich dir einen reinen Sohn als Geschenk überbringe.“ (Vers 19, Sure 19)

     

    Aber Maryam, die immer keusch gelebt hatte und unter den Menschen als Vorbild für Sittsamkeit und Gottesfürchtigkeit galt, war immer noch in Sorge und sie sagte: „Wie soll mir ein Sohn werden, wo mich kein Mann berührt hat und ich auch nicht unkeusch gewesen bin? (Vers 20, gleiche Sure)

    Erzengel Gabriel antwortete ihr, das es stimmt was sie sagt. Doch Gott brauche nur zu sagen: „Sei und dann ist es!“

     

    Maryam war froher Hoffnung. Aber sie wusste, wie glaubensschwach viele ihres Volkes – die Söhne Israels – waren und so zog sie Gottvertrauen, aber auch Angst, denn sie musste daran denken, welche Vorwürfe ihr die Leute machen würden. Die Vorstellung war für sie sehr schmerzlich. Sie hatte doch die ganze Zeit als Symbol für eine keusche Frau gegolten!

     

    Sie fragte sich: Wird Gott mich diesen Verleumdungen gegenüber alleine lassen? Nein, das kann nicht sein! Er hat mir immer Gnade erwiesen!

    Und dann hoffte sie wieder. Auch stärkte sie der Gedanke , dass das Kind ein Prophet Gottes ist: ein großartiges Geschenk vom Himmel. Sie hatte die große Aufgabe, dieses Geschenk der Menschheit zu überbringen.

     

    Der Augenblick der Geburt nahte herein. Maryam wollte nicht, dass jemand davon erfährt. Sie ging vor die Ortschaft zu einer Dattelpalme. Maryam dachte bekümmert an die Vorwürfe, die sie erwarteten. Sie war hungrig und durstig und niemand war da, der ihr bei der Geburt helfen konnte. Da sagte sie in ihrer Verzweiflung: „O wäre ich doch zuvor gestorben und wäre ganz und gar vergessen!» (Vers 23, Sure 19).

     

    Aber da hörte sie eine Stimme:

    „Betrübe dich nicht. Dein Herr hat unter dir ein Bächlein fließen lassen;“

    „ Schüttle nur den Stamm der Palme gegen dich, sie wird frische reife Datteln auf dich fallen lassen!“ (Verse 24 und 25, der Sure 19).

     

    Gott tröstete sie:

    „So iß und trink und erfreue dein Auge (an dem Anblick dieses Neugeborenen) . Und wenn du einen Menschen siehst, dann mach ihnen mit Zeichen deutlich: „Ich habe dem Allerbarmer ein Fasten gelobt, darum will ich heute zu keinem Wesen reden (dieses Kind wird dich, Maria, verteidigen)“ Vers 26, Sure 19)

     

    Wir können aus dieser schweren Lage, in der sich die Edle Maryam befand, etwas Wichtiges von ihr lernen.

     

    Maryam stellte sich darauf ein, schwere Vorwürfe anhören zu müssen. Sie bereitete sich darauf vor, geduldig zu bleiben und beherzt und unerschütterlich der Beschimpfung der Feinde nur zuzuhören und den enormen Druck des Misstrauens seitens der Zweifler zu ertragen.

     

    Maryam verließ mit dem Kind auf dem Arm den einsamen Ort und kehrte in die Stadt zurück. Als die Leute das Neugeborene erblickten begannen sie Maryam zu rügen und zu beschimpfen. Doch Maryam schwieg, wie Gott es ihr geboten hatte. Da wurden einige wütend und riefen empört: Du machst dich über dein Volk lustig! Doch Maryam war sich sicher, dass Gott die Reinen und Gottsfürchtigen unterstützt, und so blieb sie unerschütterlich im Glauben. Sie setzte ihr Schweigen fort und wies nur auf das Kind. Dies sollte bedeuten:“ Fragt mich nicht nach diesem Geheimnis. Das Kind selber wird euch antworten und wird meine Keuschheit verteidigen.“

     

    Die Leute riefen : „Wie sollen wir zu einem reden, der ein Kind in der Wiege ist?“ (Vers 29, Sure 19)

    Da begann Jesus zu sprechen und sagte, was in den Versen 30 bis 33 der Sure Maryam steht:

    „`Ich bin ein Diener Allahs, Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht;“

    „Er machte mich gesegnet, wo ich auch sein mag, und Er befahl mir Gebet und Almosen, solange ich lebe;“

    „ Und (Er machte mich) ehrerbietig gegen meine Mutter; Er hat mich nicht hochfahrend, elend gemacht.“

    „ Friede war über mir am Tage, da ich geboren ward, und (Friede wird über mir sein) am Tage, da ich sterben werde, und am Tage, da ich wieder zum Leben erweckt werde.`“

     

    Damit verkündete Jesus den Menschen, dass er ein Gesandter Gottes ist und der Sohn der Maria. Er war wie die anderen Propheten ein Mensch und seine vaterlose Werdung war ein Wunder ähnlich der Erschaffung Adams, der weder Vater noch Mutter hatte.

     

    Maryam war so stark, dass ihr die Aufgabe anvertraut wurde, durch die Empfängnis des Propheten eine Reihe von Veränderungen in der Menschheitsgeschichte einzuleiten. In Jesus manifestieren sich die hohen vollendeten Eigenschaften dieser Gottesdienerin. Es zeugt bereits für die Größe der Edlen Maryam, dass – wegen ihrer hohen Eigenschaften wie Geduld und Standhaftigkeit, Gottvertrauen und Zufluchtssuche bei Gott, ihrer Gottergebenheit und ihrer Gottesfürchtigkeit – nicht nur eine Sure im Koran nach ihr benannt wurde (die Sure 19) sondern dass ihr Name immer wieder im Koran vorkommt und sie gewürdigt wird.

     

    Gemäß des überlieferten Prophetenwortes, das wir zu Anfang anführten, ist sie eine der vier auserwählten Frauen der Menschheit. Wenn Frauen sich diese Eigenschaften Maryams, ihre Frömmigkeit und Mystik , ihre Geduld und Ergebenheit in Gottes Willen aneignen, werden sie nicht nur sich selber vervollkommnen, sondern der Welt auch Kinder wie Jesus schenken können.

     

    Nach langen Jahren des Gottdienens und einige Jahre nachdem Jesus in den Himmel aufgestiegen war , verstarb Maryam. Einige sagen, dass sie 63 Jahre alt wurde.

     

    Nach mehr als 20 Jahrhunderten wird heute auf jeder religiösen Versammlung auf der von Keuschheit und Reinheit gesprochen wird, der Name Maryam erstrahlen. Diese gottergebene Frau wird überall zusammen mit dem Propheten Jesu geehrt.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/die-frau-im-islam/item/250544-weibliche-vorbilder-der-islamischen-geschichte-9