islamic-sources

    1. Startseite

    2. article

    3. Wendepunkt für die Bewegung von Imam Chomeini am 15. Chordad

    Wendepunkt für die Bewegung von Imam Chomeini am 15. Chordad

    Rate this post

     

    Jede Revolution hat einen Ausgangspunkt und der Ausgangspunkt für die Islamische Revolution im Iran liegt 15 Jahre vor dem Revolutionssieg nämlich im Jahre 1963. Die Aufklärungsbewegung Imam Chomeinis r.h. hatte allerdings schon vorher begonnen, aber durch den Aufstand der Iraner am ersten Juni 1963 gegen das gewaltsame Schahregime kam Imam Chomeini als Anführer der Islamischen Bewegung im Iran ins Gespräch.
    Einige sehen in der Islamischen Revolution Iran die Fortsetzung des Aufstandes an diesem Tag, dem 15. Chordad. Es ging bei diesem Aufstand um drei Größen: den Islam, Imam Chomeini und das Volk.

    Dieser Aufstand wurde heftig niedergeschlagen und ein Jahr später wurde Imam Chomeini des Landes ausgewiesen. Aber nach dem Aufstand vom 15. Chordad haben die iranischen Geistlichen die Bewegung gegen das Schahregime und seine amerikanischen Unterstützer intensiviert.

     

    Eine wichtige Ursache für den Aufstand vom 15. Chordad 1963 ist im Ausland zu suchen.

    Bei den US-Präsidentschaftswahlen 1960 war John F. Kennedy , der Kandidat der Demokraten an die Macht gekommen und die US-Außenpolitik begann sich zu ändern.

     

    Im Gegensatz zu den Republikanern war Kennedy von einer flexibleren Politik gegenüber den Krisen in den Satellitenstaaten der USA und der Dritten Welt überzeugt. Er glaubte an den Abschluss von Wirtschaftsabkommen statt an Militärabkommen, und die Aktivierung von Sicherheits- und nachrichtendienstlichen Kräften statt Militäreinsatz und die Stärkung von kulturellen Projekten wie das Friedensheer, die Verbreitung von kontrollierten Wahlen und gelenkten Demokratien in den politischen Systemen, die von der USA abhängig waren. Zu seinen Instrumentarien gehörte es, nicht-militärische aber abhängige Regierungen an die Macht zu bringen, um die eigenen Ziele zu verwirklichen.

     

    Mohammad Resa Schah im Iran war nach dem von England und den USA inszenierten Militärputsch im Jahre 1963 und dem Sturz der Nationalregierung von Dr. Mossadeqs unter die Vorherrschaft der USA geraten.

    Zur Fortsetzung seiner Monarchie und Zufriedenstellung der USA, blieb ihm nichts anderes übrig als die Strategien Kennedys zu befolgen und Scheinreformen durchzuführen. Diese Scheinreformen, die „Weiße Revolution“ genannt wurden, zielten auf die Entislamisierung des Irans und die Einführung der westlichen Kultur ab.

     

    Imam Chomeini alarmierte die Bevölkerung über die anti-islamischen Pläne des Schahs.

    Seine Ansprachen lösten eine Welle des Protestes gegen die so genannte Weiße Revolution aus.

    Der Schah ließ die Madressehe Feysieh eine theologische Hochschule in Qum stürmen und blutig den Protest der Theologiestudenten unterdrücken. Doch die Proteste nahmen zu.

     

    Es kam zu Fußmärschen gegen das Schahregime und zur Unterstützung der Standpunkte von Imam Chomeini. Sie fanden in Teheran und anderen Städten statt. Nach einer feurigen Rede des Imams am Aschura-Trauertag im Jahre 1963 in der Feysiyeh gab es noch mehr Volksproteste in Qum, Teheran und den anderen Orten.

     

    Die Proteste gegen das Schah-Regime und sein antiislamisches Vorhaben dehnten sich auf das ganze Land aus und der Schah sah keinen anderen Ausweg, als Imam Chomeini festzunehmen.

    Die Nachricht von der Festnahme des Imams ging wie ein Lauffeuer um. Die Menschen kamen in Scharen auf die Straßen und es wurde in Qum,Tehran und anderen Städten der Ausnahmezustand verhängt.

    Es gab hunderte Tote und Verletzte bei Zerschlagung dieser Demonstrationen und Tausende wurden festgenommen. Das Regime dachte durch Festnahme des Imams und seiner Anhänger am 15.Chordad, hätten sie die Proteste beenden können.

     

    Der Imam aber trat nicht von seinen Standpunkten zurück und ebenso wenig verlor er an Popularität und verließen die Menschen die Szene.

    Die aufklärenden Ansprachen Imam , der inzwischen allgemein als Anführer der Bewegung galt, dauerten an. Musik

    Die Bewegung unter der Anführung Imam Chomeinis hatte in der theologischen Hochschule von Qum begonnen. Zwar war sie am 15. Chordad 1963 brutal vom Regime niedergeschlagen, aber sie war nicht vernichtet worden. Ihre Saat trug 15 Jahre später im Februar 1979 Früchte und beseitigte die gewaltsame Monarchie im Iran.

     

    Imam Chomeini hat mehrere Jahre nach dem Revolutionssieg über den 15. Chordad wie folgt gesagt: „Der 15. Chordad 1342 (1963) zeigte, dass wenn ein Volk von einigen machtsüchtigen diktatorischen Leuten angegriffen und bevormundet wird, alleine der Wille dieses Volkes gegenüber den Unterdrückungen Widerstand leisten und sein Schicksal verändern kann. Der 15. Chordad ist der Tag, an dem sich das Schicksal auf gesegnete Weise änderte, auch wenn er mit dem Blut der jungen edlen Menschen dieses Landes getränkt war. Es war der Ausgangspunkt für einen großen Wandel in dem politischen und sozialen Bereich der Gesellschaft.“

     

    Der Vater der Islamischen Revolution fügte hinzu: …“Das Bedeutende des Aufstandes vom 15. Chordad 1342 war die Zerstörung der fauligen scheinbaren Größe des Schah-Regimes, der sich aufgrund naiver Illusionen für den Vormund der Bevölkerung hielt. Aber mit einer koordinierten Bewegung und einer nationalen Einheit, wurde alle Pracht und Macht des unterdrückerischen Schahregimes auf einen Schlag zerstört“.

     

    Der Aufstand vom 15. Chordad machte die Unterschiede der Islamischen Anti-Schah-Bewegung gegenüber anderen politischen Bewegungen gegen das Regime deutlich. Am 15. Chordad begann eine hundertprozentig islamische Bewegung unter der iranischen Bevölkerung.

    Dieses Merkmal der Bewegung kam in der Persönlichkeit ihres Anführers zum Ausdruck, denn Imam Chomeini war ein Rechtsgelehrter der Theologischen Hochschule in Qum und religionsrechtliches Nachahmungsvorbild. (Mardscha`Taqlid)

     

    Mit Imam Chomeini als Revolutionsführer wurde die Trennung der Religion von der Politik, wie sie das Schah-Regime jahrelang propagiert hatte, zunichte und die muslimische Bevölkerung Irans begann einen Kampf, dessen Fortführung sie wie das tägliche Ritualgebet und das religiöse Fasten als Pflicht betrachteten.

    Die Ideologie dieses Kampfes war der Islam mit seinen Grundsätzen, beruhend auf dem Koran und der Tradition des Propheten und seinem Hause.

     

    Eines der Merkmale der Bewegung vom 15. Chordad war, dass die Rolle Imam Chomeinis als Anführer der islamischen Kampfbewegung gegen das Schah-Regime deutlich zum Vorschein kam. Die Motive Imam Chomeinis bei der Bekämpfung des Schah-Regimes haben keine Ähnlichkeit mit den Motiven der linken und nicht-religiösen und anti-imperialistischen Kämpfer gehabt.

    Der Aufstand vom 15. Chordad beruhte auf religiösen Motiven und dem Verlangen nach Erfüllung einer religiösen Pflicht.

     

    Eine weitere Besonderheit des Aufstandes vom 15. Chordad ist ihr Volkscharakter gewesen. Diese Bewegung war eine komplette Volksbewegung und sie ging nicht von einer bestimmten Schicht aus, sondern alle Bevölkerungsteile, Kaufleute und Akademiker, Stadt- und Dorfbewohner, Männer und Frauen, jung und alt nahmen daran teil.

    Was alle auf den Schauplatz holte und miteinander verbündete war der Islam.

    Der Volkscharakter der Bewegung war das Ergebnis der allgemeinen Verwurzelung des Islams im Iran.

     

    Die Beziehung zwischen der Führung der Bewegung und den Volksmassen erfolgte über die Geistlichen. Es gab sie überall und sie lebten unter den Volksmassen.

    Die Moscheen und religiösen Sitzungen und religiöse Stätten, wie die Husseini-Trauerhallen und Pilgerstätten waren der wichtigste Ort für diesen Kontakt.

    Die Islamischen Bewegung vom 15. Chordad zeichnete sich auch durch die Ablehnung der Fremdmächte aus.

    Wegen ihres Islamischen Charakters war die Bewegung inmitten der Bevölkerung entstanden und da das islamische Denken dieser Bewegung keine Abweichung vom geraden Weg Gottes zuließ , gab es auch in ihrer politischen und Kampfeslinie kein Abweichen in Richtung Ost und West.

     

    Von Beginn an hat Imam Chomeini die USA, England und die damalige Sowjetunion für das Leid der iranischen Bevölkerung verantwortlich gemacht und den Kampf gegen die Fremdmächte begonnen.

    Das Volk sah das beste Beispiel für politische Unabhängigkeit, welche aus der ideologischen Unabhängigkeit hervorgeht, in der Führungsweise Imam Chomeinis.

    Die Faktoren die zum Aufstand vom 15. Chordad geführt haben, hatten auch den Sieg der Islamischen Revolution im Iran zur Folge und die gleichen Faktoren verhelfen der Islamischen Republik Iran heute zu Fortschritt und Stärke.

     

    Der islamische und der Volkscharakter und die Unterstützung für den Revolutionsführer sind heute die wichtigsten Faktoren für den Erfolg der Islamischen Republik Iran gegenüber alle feindseligen Maßnahmen der USA und ihrer Verbündeten innerhalb von mehr als 30 Jahren gegen die iranische Bevölkerung.

     

    Diese Eigenschaften der iranischen Revolution haben sie zu einem Vorbild für andere Völker der Region und für den Aufstand gegen die gewaltsamen Systeme, die von den USA abhängig sind gemacht. Diese Revolutionen stützten sich auf Islamischen Maßstäbe, welche das Unrecht bekämpfen und alle liberalen und nicht-religiösen Tendenzen ablehnen.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitraege/item/149679-wendepunkt-f%C3%BCr-die-bewegung-von-imam-chomeini-am-15-chordad