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    Wilayat-ul Faqih – die Statthalterschaft der Rechtsgelehrten

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    Vor kurzem trafen die Mitglieder des Expertenrates der Führung mit Ajatollah Khamenei, dem Oberhaupt der Islamischen Revolution Iran zusammen.
    Die Mitglieder dieses Rates werden direkt von der Bevölkerung gewählt. Ihre Aufgabe ist es, das Oberhaupt zu bestimmen und sein Vorgehen zu beurteilen.

     

    In seiner Ansprache beim Treffen mit dem Expertenrat verwies Ajatollah Khamenei auf den kontinuierlichen Formungsprozess der Gesellschaftsordnung als wichtigen Punkt für die Beseitigung von Mängeln und die Weiterführung des Weges der Revolution.

     

    In der Tat hat die Islamische Republik Iran mit ihrem 30 jährigen leistungsstarken Bestehen international und besonders in der islamischen Welt auf sich aufmerksam gemacht und zeigt ihre Vorteile gegenüber anderen Ideologien. Die Liberaldemokratie des Westens hat 300 Jahre zur Erprobung ihrer Theorien in der Philosophie dem Rechtswesen, der Politik und Wirtschaft gebraucht und sich immer wieder Korrekturen unterzogen. Dennoch sieht sie sich heute zahlreichen Problemen gegenüber und ihr Scheitern zeichnet sich immer mehr ab.

     

    Das Erwachen der muslimischen Völker und die Wirtschaftspleiten im Westen bedrohen den Kapitalismus. Sie führen zur Spaltung unter den Mächtigen. Aber die islamisch-republikanische Ordnung im Iran hat unabhängig von den Konflikten der Mächte dynamisch und beschleunigt ihren Weg fortgesetzt, obwohl die Quertreibereien des Westens und der Islamfeinde und die fehlende Darlegung des korrekten Islamischen Denkens noch eine ernsthafte Gefahr für die Islamische Gesellschaftsordnung darstellen.

     

    Ajatollah Khamenei hat beim Treffen mit dem Expertenrat die wahre Bedeutung der uneingeschränkten Statthalterschaft der Rechtsgelehrten erklärt und darauf hingewiesen, dass die Islamische Republik dieses Wilayat-ul Faqih seit dreißig Jahren kennt.

     

    Anfangs ist Imam Chomeini r.h. und danach seit 22 Jahren Ajatollah Khamenei der Waliy-ul Faqih – der Statthalter der Rechtsgelehrten – an der Spitze der Islamischen Gesellschaft. Wie jede andere Gesellschaft braucht auch die Islamische einen geeigneten Menschen an der Spitze, der über die notwendigen Befugnisse verfügt, um für den Fortschritt des Landes und die Rechte und Freiheit der Bevölkerung zu sorgen.

     

    In einer islamischen Gesellschaft leben Muslime und daher muss ihr Führer vollständig mit den Lehren des Islams vertraut sein und sie umsetzen können. Zur Zeit des Propheten und zu Lebzeiten seiner Edlen Nachkommen handelten diese nach den genannten Befugnissen. Ihr größtes Anliegen war die Durchführung der Gebote des Islams, insbesondere die Herstellung von Gerechtigkeit.

     

    Gott hat im Vers 25 der Sure 57 gesagt: Wir haben doch unsere Gesandten mit den klaren Beweisen geschickt und die Schrift und die Waage (zur Feststellung des Rechtes und gerechte Gebote) mit ihnen herabkommen lassen, damit die Menschen für Gerechtigkeit sorgen würden.

     

    Nach dem Propheten und wenn sein direkter Vertreter sich noch im Verborgenen aufhält, wird die Islamische Gesellschaft durch den führenden Rechtsgelehrten verwaltet.

     

    Dieser Führende muss unter anderem völlig bewandert in der Religionslehre sowie gottesfürchtig und gerecht sein. Er muss Verwaltungsfähigkeit besitzen und sich in den internationalen Fragen auskennen, damit er die Gesamtstrategien des Systems aufgrund der Anweisungen des Islams festlegen kann. Deshalb übernimmt die Führung eine Schlüsselrolle in der islamisch-republikanischen Gesellschaftsordnung.

     

    Mit den Worten des Revolutionsoberhauptes Ajatollah Khamenei ist die Wilayat-ul Faqih der Punkt, an dem die scheinbar unlösbaren Probleme der Regierung beseitigt werden. Die Führung klärt die Bevölkerung auf und enthüllt die listigen Pläne der Feinde. Der Führende gibt der Bevölkerung Hoffnung und verteidigt die Hoheit der Revolution gegenüber den Verschwörern.

     

    Die uneingeschränkte Statthalterschaft der Rechtsgelehrten ist entgegen der böswilligen Propaganda westlicher Medien völlig anders als eine Diktatur. Schon Imam Chomeini hat darauf hingewiesen und gesagt: „Der Islam ist Begründer einer Regierung, bei der weder die diktatorischen Methoden herrschen, durch die egoistische Ansichten und Neigungen einer Person einer ganzen Gesellschaft aufgezwungen werden, noch eine beschränkte republikanische Form besteht, die auf Gesetzen beruht, welche eine Gruppe von Mitgliedern der Gesellschaft für alle Mitglieder aufstellen.

     

    Vielmehr ist die Islamische Regierung eine Ordnung, die aus der göttlichen Offenbarung inspiriert wird, aufgrund von ihr entsteht, sich in allen Bereichen auf das göttliche Gesetz stützt und bei der keiner der Verwalter der Gesellschaft das Recht hat, seinen Willen aufzuzwingen. Alle Konzepte der Verwaltung der Gesellschaft und ihre Regeln und Bedingungen zur Erwiderung der Bedürfnisse der Bevölkerung müssen auf den göttlichen Gesetzen aufbauen.

    Dies gilt auch für den Gehorsam gegenüber den Verwaltern und Regenten.

    ( کتاب البیع Kitab-ul Bayie , Band 2 .)

     

    In einem anderen Werk von Imam Chomeini heißt es: „Der Rechtsgelehrte will nicht den Menschen etwas vorschreiben. Wenn ein Rechtsgelehrter etwas vorschreiben will, so hat er keine Wilayat – hat er keinen Führungsauftrag mehr“ (Sahifeh Nur, Bd. 10).

     

    Mit den Worten des Revolutionsoberhauptes Ajatollah Khamenei wird durch die Führung des Rechtsgelehrten der Formungsprozess der Ordnung und die ständige Richtigstellung ihres Weges beaufsichtigt. Das Revolutionsoberhaupt sagte weiter zu den Mitgliedern des Expertenrates: Die „uneingeschränkte Führung des Rechtsgelehrten“ bedeutet Flexibilität des Wilaya-Systems und das bedeutet, dass sich die Gesamtheit der Entschlüsse fassenden Organe, an deren Spitze die Führung steht, ständig durch Wahl dessen, was richtiger und vollkommener ist, selber verbessert und durch Vervollkommnung des Formungsprozesses der Gesellschafsordnung das Land weiter bringt.“

     

    Indem er auf den Widerspruch, welchen die Feinde wesensbedingt bei ihrer Deutung des Begriffes „uneingeschränkte Führung des Rechtsgelehrten“ selber hervorrufen, hinwies, sagte er weiter: „Sie sagen`Wilayat-ul Faqih` bedeute, dass das Land dem Wunsch eines gerechten Rechtsgelehrten (Faqih Adil) folgt, während (in Wahrheit) ein Rechtsgelehrter der gerecht (adil) ist, gar nicht nach seinem eigenen Wunsch handeln kann.“

     

    Die Bedingungen für die Führung werden in der Verfassung festgelegt. Dazu gehören Wissenskompetenz, Gerechtigkeit, Kühnheit usw.

    Laut Artikel 110 der Verfassung gehört es zu den wichtigsten Aufgaben der Führung, die Generalstrategien der islamisch-republikanischen Ordnung festzulegen und ihre korrekte Umsetzung zu beaufsichtigen.

    Das Oberhaupt muss die Bevölkerung aufklären und in Richtung der hohen islamischen Ziele aufmuntern und lenken.

     

    Ajatollah Khamenei hat an der theologischen Hochschule einen hohen Ausbildungsgrad und einen Rang als revolutionärer Autor erreicht.

    Er hat vor seinem Amt als Statthalter der Rechtsgelehrten verschiedene wichtige Aufgaben in der Islamischen Gesellschaftsordnung übernommen, so dass er das Land in den letzten 2 Jahrzehnten erfolgreich zu lenken vermochte.

     

    Ajatollah Khamenei legt großen Wert auf die Beziehung zu den verschiedenen Bevölkerungsgruppen und die religiöse Volksregierung, die Einhaltung der sozialen Gerechtigkeit und Bekämpfung von Wirtschafskorruption, die Forschritte der Wissenschaft und Technologie und die Verteidigung der Bevölkerung und der Muslime auf der Welt sowie die Beschleunigung des Islamischen Erwachens.

     

    Als Vali Faqih ist er den Idealen Imam Chomeinis treu und unversöhnlich gegenüber jeglichem Unrecht, sowie wachsam gegenüber Komplotten der weltlichen Mächte geblieben. Er hat sich als eine entschlossene Führungskraft einen Namen und die Schwäche der Scheinmächte offenkundig gemacht.

     

    Ajatollah Khamenei ist der große Herold der Einheit in der Islamischen Weltgemeinde und verteidigt die Interessen der Islamischen Welt gegenüber den Angreifern. Er hat das Selbstvertrauen unter den muslimischen Völkern gestärkt und angesichts des Islamischen Erwachens die Bildung eines neuen Nahostens, der dem Islam gehört angekündigt.

     

    Durch seine ausgezeichnete Verwaltung des Landes trotz schwierigster Bedingungen und seine Verteidigung der Unterdrückten und Muslime auf der Welt errichtete er gegenüber der materiellen Denkweise des Westens ein erfolgreiches Modell für eine religiöse Führung und die Wilayat-ul Faqih.

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/beitr%C3%A4ge/item/246987-wilayat-ul-faqih-die-statthalterschaft-der-rechtsgelehrten