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    Zum Frühlingsbeginn: Der Schutz der Natur laut Koran

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    Die schönen Naturbilder führen uns in diesen Tagen wieder die Macht und die Huld Gottes vor Augen. Der Frühling hat begonnen und mit ihm begann neues Leben. Der Frühlingsbote hauchte die verschlafene Erde an, und lockten die grünen Sprossen aus ihr hervor. Überall Gedeihen und Wachsen! Überall Bewegung und Eifer! Überall Neuwerdung und Geburt. Das alles sind Zeichen für die unendliche Macht Gottes.

     

    Wenn der Frühling beginnt, wird im Iran und einigen anderen Ländern der Beginn eines neuen Jahres feiert. Dieser Sonnenkalender beginnt im Iran mit der Hidschra des Propheten des Islams von Mekka nach Medina. Die Iraner pflegen besondere Bräuche zum Jahresbeginn und einer dieser Bräuche ist der Ausflug in die Natur am letzten Neujahrstag.

     

    Die Begegnung mit der freien Natur ist für Geist und Seele gut. Sie vertreibt die Müdigkeit. Die schönen Landschaftsbilder sollen uns an die Macht und die Herrlichkeit Gottes erinnern und wir sollten über sie nachdenken. Anlässlich des letzten Tages der Neujahrsfeiern, der „Tag der Natur“ genannt wird, wollen wir betrachten, was über die Natur, dieses kostbare göttliche Pfand, in den Offenbarungslehren steht.

     

    Der Heilige Koran stellt die Schöpfung als Schauplatz der Schönheit Gottes vor. Gott hat das Dasein schön erschaffen. Die Schönheit der Schöpfungswelt besteht in ihrer Regelmäßigkeit und Ordnung. Jedes Geschöpf steht in Harmonie mit den anderen Geschöpfen und wurde zu einem bestimmten Ziel erschaffen. Der Koran lädt den Menschen an vielen Stellen ein, sich die Natur anzuschauen und über sie nachzudenken. Einige seiner Suren sind nach Naturerscheinungen und nach Geschöpfen benannt, wie die Sure Qamar (Mond) und die Sure Schams (Sonne) wie Leyl (Nacht) und Zoha ((Tag) Zelzeleh (Erdbeben) Insan (Mensch) und viele mehr. Gott hat im Koran sogar bei Phänomenen der Natur geschworen, wie bei den Strahlen der Sonne, dem Licht des Mondes, der Helligkeit des Tages und der Dunkelheit der Nacht . Er hat den Menschen gemahnt, über die weise Schöpfung nachzudenken.

     

    Das Wiedererwachen der Natur ist eines der Dinge, die in den Offenbarungsversen erwähnt werden. Die Natur hat im Winterschlaf ihre Frische und ihr Grün verloren, aber in der Frühlingszeit erwacht sie zu neuem Leben. Der Koran nennt das Herabschicken von Regen als Grund für diesen großen Segen. Im Koran bezeichnet Gott im Vers 57 der Sure 7 die Winde als Überbringer der frohen Botschaft, dass göttlicher Segen, nämlich Regen niederkommen wird und die tote Erde wieder belebt. Auch in der Sure 35 steht im Vers 9: : Und Gott ist es, der die Winde geschickt hat, worauf sie Gewölk aufbrachten. Wir trieben das Gewölk dann einem abgestorbenen Land zu und belebten dadurch die Erde, nachdem sie tot war. So vollzieht sich dereinst auch die Auferweckung (von den Toten).

     

    Auf das Himmelsgeschenk Wasser wird im Koran im Zusammenhang mit dem Meer, den Flüssen und dem Regen hingewiesen und es heißt, dass die Existenz jedes Lebenswesens vom Wasser abhängt. Es steht auch über das Gedeihen der Pflanzen dank des Regens geschrieben.

     

    In zahlreichen Versen nennt der Koran die Erde den Raum für menschliches Leben und spricht von ihren Möglichkeiten und Vorteilen, nämlich dass Gott die Erde für das Gedeihen der Pflanzen geeignet werden ließ und dass die Erde wie ein großer Teppich für die Menschen ausgebreitet ist.

     

    Insgesamt bezeichnet der Koran in zahlreichen Versen die Wunder der Natur als Manifestation der Schöpfungsmacht Gottes. Er legt ihre Ordnung und Größe dar und macht den Menschen auf die Planung, die Gnade und die Weisheit Gottes aufmerksam.

     

    Manchmal führt der Koran Beispiele der Geschenke in der Natur an, damit der Mensch wachsam durch die Welt geht und sich verbessert. Außerdem fordert die göttliche Schrift alle auf, die Natur richtig zu nutzen. In dem Vers 61 der Sure 11 lesen wir: „Er hat euch aus Erde entstehen lassen und euch beauftragt sie zu kultivieren.“

     

    Der Heilige Koran hat die Menschen auch gemahnt, keine Verderbnis auf der Erde hervorzurufen. Die unkluge Nutzung der natürlichen Segnungen und ihre Ausbeutung oder die Verschmutzung der Umwelt sind alles Fälle der Verderbnis auf Erden. Der Mensch muss also würdig und klug die Himmelsgeschenke in der Natur nutzen, denn angesichts dieser Geschenke trägt er auch Pflichten. Es gibt Aufgaben und Rechte des Menschen gegenüber Gott, den anderen Menschen und der Natur. Je stärker die Beziehung des Menschen zu Gott ist, desto besser achtet er auf die Rechte der anderen und auf das Recht der Natur. Ein gläubiger, gottesfürchtiger Mensch unterdrückt andere nicht und wird die Natur nicht zerstören.

     

    Aber die Aktivitäten des Menschen zur Erreichung von Wohlstand und Entwicklung haben zu Zerstörungen in der Umwelt geführt. Gott sagt, dass die Missstände und Probleme auf der Erde auf die Taten von verdorbenen Menschen zurückgehen. Er sagt, dass ihm Verdorbenheit und Unheil nicht gefallen. Gott fordert die Menschen auf, das Pfand „Erde“ zu kultivieren und von Unheil frei zu halten. Die Nutzung der Naturressourcen ist gemäß den religiösen Lehren Regeln unterworfen.

     

    Der erste Grundsatz für die Nutzung der Natur in den Lehren des Korans ist der Grundsatz der Vermeidung von Verschwendung. Die Verschwendung der natürlichen Ressourcen widerspricht der herrschenden Daseinsordnung. Gott hat alles in einem bestimmten Umfang erschaffen. In der Sure 54 steht im Vers 49 „Wahrlich !Wir haben alles in einem begrenzten Maße geschaffen.“

     

    Daher führt eine übermäßige Nutzung der Naturressourcen zur Störung des vorhandenen Gleichgewichtes in der Natur.

     

    Ein weiterer wichtiger Punkt für das Verhältnis zur Umwelt geht von der Regel aus, dass niemand etwas tun darf, was anderen schadet. Gott betont, dass die Daseinsordnung aufgrund des Guten errichtet wurde und mahnt den Menschen, kein Unheil in dieser Ordnung zu stiften, weil dies den anderen, die auch Recht auf Nutzung der Segnungen in der Natur haben, schadet. Gott spricht, dass das Unheil auf Festland und im Meer aus dem unwürdigen Tun der Menschen hervorgeht.

     

    Gemäß dem in der Religion verankerten Grundsatz der Gerechtigkeit und des Allgemeinwohls sind die Gaben in der Natur für alle gedacht, darunter auch für die kommenden Generationen. Daher ist eine Entnahme, welche die natürlichen Ressourcen zerstört oder ausschöpft, nicht richtig. Eben so wenig ist die Verschmutzung der Umwelt und Erschwerung des Lebens für die kommenden Generationen akzeptabel.

     

    In den Überlieferungen des Islams wird der Schutz der Natur gefordert, und auch die verstärkte Kultivierung zum Beispiel durch Anlegen von Brunnen und durch Anpflanzen von Bäumen. Der Prophet hat gesagt: „Wenn jemand von euch einen jungen Baum in der Hand hält und hört, dass der Jüngste Tag anbricht, sollte er diesen jungen Baum in der kurzen Zeit, die noch verbleibt, einpflanzen.“

     

    Der Prophet s.a.a.s. hat drei Dinge als Freude für das Herz bezeichnet: „Den Blick auf grüne Natur, auf fließendes Wasser und auf ein schönes Gesicht.“

     

    Imam Sadiq a.s. hat wie folgt gesagt: Ohne folgende drei Dinge ist das Leben für den Menschen nicht angenehm: „Saubere Luft, reichlich sauberes Wasser und fruchtbare Erde.“

     

    Quelle: http://german.irib.ir/radioislam/beitr%C3%A4ge/beitr%C3%A4ge/item/246004-zum-fr%C3%BChlingsbeginn-der-schutz-der-natur-laut-koran