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    Zweck der blutigen Anschläge auf Aschura- Trauernde

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    Zweck der blutigen Anschläge auf Aschura- Trauernde
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    Aschura ging dieses Jahr in Afghanistan, Pakistan und Irak mit blutigen Terrorakten einher. In Afghanistan gab es bei drei gleichzeitigen Anschlägen auf die Aschura – Trauernden in Kabul, Mazar Scharif und Kandahar insgesamt 70 Tote. Circa 200 Personen wurden verletzt. Ein Selbstmordanschlag auf die Teilnehmer an den Trauerzeremonien für Imam Hussein a.s. war bislang in Afghanistan noch nie vorgekommen. Der Staatspräsident dieses Landes, Hamed Karsai, der zur Teilnahme an der Zweiten Afghanistan – Konferenz nach Bonn gereist war, brach vorzeitig seinen Aufenthalt in Deutschland ab und kehrte nach Kabul zurück. Bei seinem Besuch der Verletzten verurteilte er scharf diese Anschläge.

     

    In Pakistan fanden ebenso einige Schiiten bei mehreren Terroranschlägen auf Trauernde den Märtyrertod. Zudem hat es am 9. und 10. des Muharram- Monats an 5 Punkten im Irak hat in Gebieten mit schiitischer Bevölkerung oder auf dem Weg der Pilgerzüge nach Karbala ähnliche Angriffe gegeben und zwar: an zwei Stellen in der kleinen Stadt Hilla nahe bei Nadschaf , im Nordosten von Bagdad, im Viertel Zafaraniyah und in der Gegend von Mandali. Diese 5 Anschläge hinterließen mindestens 58 Tote und Hunderte von Verletzten.

     

    In Afghanistan und Pakistan gehen die Terrorakte am Aschura-Tag auf das Laschkar Jhangwi , den militärischen Zweig des Sepah- e Sahabah in Pakistan zurück. Diese Terrorgruppe hat die Verantwortung für die Anschläge in Afghanistan übernommen.

     

    Schon seit vielen Jahren begeht diese Gruppe blutige Hasstaten auf die Schiiten in Pakistan. Die Sepah- e Sahabah gaben bekannt, dass der militärische Flügel Jhangwi ein Zweig ihrer Organisation ist , der sich selbständig gemacht hat. Aber allen ist bekannt, dass die finanziellen Möglichkeiten und Waffen für diese Terrorgruppen aus Saudi Arabien geliefert werden und das wichtigste Ziel dieser Gruppe darin besteht, unter den Schiiten Massaker anzurichten und unter Sunniten und Schiiten zu spalten.

     

    Das Morden unter den Trauernden am Aschura- Tag ist nicht nur blinder Terror, sondern es steckt eine Absicht dahinter, nämlich die Schürung von Auseinandersetzungen zwischen den Sunniten und Schiiten in Afghanistan, Pakistan und Irak und die Heraufbeschwörung einer Krise zwischen den religiösen Rechtsschulen. Angesehene sunnitische Geistliche in Afghanistan haben die Terroranschläge verurteilt. Sie haben diese als eine feindselige Maßnahme gegen alle afghanischen Muslime bezeichnet und unterstrichen, dass fremde Mächte einen weiteren Bürgerkrieg in Afghanistan auslösen wollen.

     

    Circa zwei Wochen vor den Explosionen am Aschura- Tag, wurde ein Buch in ganz Afghanistan verteilt, dass sich gegen die schiitischen Imame richtet. Da die schiitischen Imame bei den Sunniten in Afghanistan einen hohen Platz einnehmen und als unantastbar gelten und die Afghanen eine große Liebe zu Imam Hussein a.s. verspüren, stieß die Verbreitung dieses Buches auf die heftige Reaktion der sunnitischen Gelehrten in Afghanistan.

     

    Mohammad Muchtar Mufleh, ein Mufti und Leiter der Partei Islamische Bewegung Afghanistan hat offen diese Maßnahme als Initiative Saudiarabiens und der Wahhabiten bezeichnet. Mufleh beruft sich darauf, dass in Afghanistan niemand für eine Schmähung der Überzeugungen der Schiiten ist und Schiiten und Sunniten gemeinsam am Aschura- Tag trauern.

     

    In Irak sind gleichzeitig mit den Explosionen an den Versammlungsorten der Schiiten in zwei Gebieten mit sunnitischer Bevölkerung Angriffe verübt worden. Diese Terrormaßnahmen zeigen, dass Fremde und Gegner der Einheit zwischen den verschiedenen muslimischen Denkschulen die alte politische Devise der Engländer, nämlich „Spalte und herrsche“ verfolgen.

     

    Die sunnitischen Gelehrten sind davon überzeugt, dass Yazid Ibn Moawiyeh und die anderen Verbrecher von Karbala es verdient haben, verflucht zu werden. Einige sagen er darf und einige sagen er muss verflucht werden und dies ist seit der Entstehung der sunnitischen Rechtsschulen so gewesen.

     

    Afghanistan, Pakistan und Irak verbringen in einer schicksalhaften Zeit. Extremistische Gruppen wie die Taliban und die Sepah-e Sahaba und der militärische Arm dieser Gruppe, nämlich die Lashkare Jhangvi werden schwächer und ihre Position verliert an Bedeutung. Diese starrsinnigen und gewaltsamen Gruppen sind Zöglinge der wahhabitischen Schule Saudi Arabiens. Sie deuten den Islam, der in Wirklichkeit nach Gerechtigkeit und Freiheit sucht, auf abwegige Weise. Diese Gruppen sind mit Geldern der amerikanischen und englischen Regierung und unter Leitung der CIA und des englischen Intelligence Service entstanden.

     

    Die Bewegung des islamischen Erwachens in der Nahostzone hat die extremistischen Gruppen an den Rand gedrängt. Die Völker in der Region wollen die Widerbelebung der wahren Werte des Islams aufgrund des Korans und der Tradition des Erhabenen Propheten und sie lehnen die falsche radikalistische Islamdeutung der Wahhabiten in Saudi Arabien ab.

     

    Die Saudis in Riad sind mit geistiger und finanzieller Unterstützung von den Taliban und den extremistischen Gruppen im Irak und durch Steigerung der Terrormaßnahmen bestrebt, Diskrepanzen zwischen den verschiedenen muslimischen Religionsgruppen in diesen Ländern hervorzurufen.

     

    Die Ölgelder der Saudis können heute jedoch nicht mehr in den verschiedenen Muslimstaaten die Grundlagen für den Einfluss und die Präsenz der Wahhabiten schaffen.

     

    Die muslimischen Völker sind erwacht und dieses Erwachen lässt auf Wiederbelebung der Werte und Gebote und Lehren des Islams, die alle der Freiheit und Verbreitung von Gerechtigkeit dienen, hoffen. Daher haben die Saudis in Riad gemäß Vorbild der alten Kolonialmacht England die Politik der Zwietrachtschürung ins Auge gefasst. Dadurch wollen sie den Einfluss der Wahhabiten wahren.

     

    Für die Wahhabiten spielt es keine Rolle was die Erreichung dieses Ziels kostet. Sie schrecken nicht davor zurück, eine große Anzahl von Frauen und Kindern bei Anschlägen zu opfern.

     

    In diesem Zusammenhang soll auch nicht die Rolle der Hegemoniestaaten wie die USA und England übersehen werden.

     

    Es besteht kein Zweifel daran, dass die Saudis in der Nahostregion und in verschiedenen islamischen Ländern die Interessen der USA und Englands decken. Darüber kann nicht hinwegtäuschen, dass die amerikanische und englische Regierung nach außen hin die Terrormaßnahmen im Irak, Afghanistan und Pakistan verurteilen. Sollten sie wirklich ernsthaft den Terrorismus bekämpfen wollen so sind doch die Hauptunterstützer des regionalen Terrorismus völlig klar zu erkennen und schon der geringste Druck auf Saudi Arabien könnte die Quelle des Terrorismus zum versiegen bringen. Aber das wollen sie nicht.

     

    Denn der Kampf gegen den Terrorismus ist für die US – und englische Regierung nur ein Schlagwort um Einmischungsmaßnahmen in verschiedenen islamischen Ländern wie Irak, Afghanistan und Pakistan zu unternehmen und die Saudis und Wahhabiten in Saudi Arabien sind für die USA ein willkommenes Werkzeug zur Durchführung ihrer Politik.