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    Eine methodische Untersuchung zur Kritik und Rationalität bei Suhrawardi im Kontext der europäischen Philosophie

    Eine methodische Untersuchung zur Kritik und Rationalität bei Suhrawardi im Kontext der europäischen Philosophie

    • Esfandiar Tabari
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    Eine methodische Untersuchung zur Kritik und Rationalität bei Suhrawardi im Kontext der europäischen Philosophie
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    BESCHREIBUNG Buchdaten Kommentar

    In der vorliegenden Arbeit wird zunächst eine systematische und methodische Analyse des Begriffs „Kritik“ durchgeführt. Da es sich um eine methodische Untersuchung handelt, werden die wichtigsten philosophischen Methoden der westlichen Philosophie in Bezug auf ihren Gehalt an Rationalität vorgestellt, damit der Weg zu einem philosophisch-methodischen Konzept und zu einer kontextuellen Verbindung mit der iranischen Philosophie leichter wird. In der europäischen Philosophie sind dies u.a. syllogistische, transzendentallogische und phänomenologische Methoden der Kritik. Was bei all diesen kritischen Methoden als zentral gesehen wird, ist der Gehalt an Rationalität, den diese Methoden aufweisen können. Dieser Gehalt ist maßgebend für die Schöpfung der Möglichkeiten außerhalb des Systems der Kritik, die zur Erweiterung des Horizonts der Erfahrungsmöglichkeiten notwendig ist.
    In der iranischen Philosophie sind die verschiedenen Arten des Syllogismus unter scharfen philosophischen Beobachtungen analysiert worden. In der vorliegenden Untersuchung steht die Philosophie von Suhrawardī im Zentrum der Betrachtungen. Ziel ist diese Philosophie in methodischer Hinsicht zu untersuchen und die Zusammenhänge in Bezug auf die verschiedenen philosophischen Ansätze mit der europäischen Philosophie in den Vordergrund zu stellen. Um feststellen zu können, welchen Horizont Suhrawardī in der Denkweise der späteren Philosophen verändert hat, werden wir uns dann mit der Kritik von Mullā Sadrā, einem der einflussreichsten Philosophen des 17. Jahrhunderts, an Suhrawardī beschäftigen und diese Kritik unter philosophischen Aspekten bewerten.
    Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die philosophische Denkweise von Suhrawardī und die Kritik von Mullā Sadrā im Kontext der europäischen Philosophie verständlich zu machen, in dem die Parallelen und Differenzen mit einer der wichtigsten zeitgenössischen Intentionalitätsphilosophien, nämlich die Phänomenologie Husserls ans Licht gebracht werden soll. Diese Arbeit soll einen Beitrag zum Zugang Suhrawardīs Logik leisten. Diese Arbeit setzt sich eine sachliche und rationale Untersuchung zum Ziel und keine mystische oder nationalistische.
    Suhrawardī war derjenige Philosoph des 12. Jahrhunderts, dessen mystisch-philosophische Gedanken weitgehend in der iranischen Kultur präsent sind. In der islamischen Tradition wird sein Einfluss selten eingestanden. Die islamischen Theologen haben ihm gegenüber meistens eine ablehnende Haltung. Seine kritische Betrachtung ist für den Begriff „Kritik“ charakteristisch, da er versuchte, von zwei unterschiedlichen Begründungsebenen aus zu denken: Vernunft und Intuition.
    Die Kritik von Mullā Sadrā an Suhrawardī ist wegweisend für einen affirmativen Begriff der Kritik in der islamischen Philosophie. Seine Philosophie besitzt eine große Aktualität und ist der Grundglaube der schiitischen Muslime im Iran, die gegen jeglichen Einfluss „fremder“ philosophischer Gedanken sind. Dadurch stößt jede kritische Behandlung von Mullā Sadrās Philosophie im Iran und bei den Schiiten auf Widerstand. Diese Philosophie ist damit zu einem Mythos geworden.

    • Esfandiar Tabari